Trends: Was 2021 im Supermarkt wichtiger wird
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Was 2021 im Supermarkt wichtiger wird

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Kaufmannsladen: Vor dem Comeback in moderner Form?
Kaufmannsladen: Vor dem Comeback in moderner Form?

2020 war ein Jahr der Belastungen und Veränderungen. Einige dieser Entwicklungen werden uns auch 2021 begleiten. Hier sind die 7 Trends.

Zusammenhalt und Teamgeist: Das ist ein Signal, das Hoffnung macht:  In diesem harten Jahr sind Teams und Mitarbeiter enger zusammengerückt, ziehen an einem Strang, motivieren sich gegenseitig. Nirgendwo lässt sich das besser festmachen als an dem Tanz-Hit „Jerusalema“, der zu einem viralen Phänomen in vielen Märkten wurde. Dieser Gemeinschaftssinn wird bleiben.

Bequemlichkeit: Mobiles Scannen ist eine Plage. Daran ändert auch Corona nichts. Die Brücken-Technologie des Aal-Prinzips (Andere arbeiten lassen) ist ungefähr so sinnvoll wie die Erfindung des quadratischen Rads und nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum automatisierten Laden. Bleiben aber wird der Drang zu Mobile Payment und smarten Kassen. Daran haben sich die Kunden in diesem Jahr gewöhnt. Weil es hygienisch ist - und weil es bequem ist.

Verwöhnen: Corona hat das Einkaufsverhalten der Kunden nachhaltig verändert. Mehr Bio, mehr Regionalität, mehr Frische. Derlei wandert künftig eher noch öfter in die Einkaufskörbe. Denn es steckt auch ein gewandeltes Denken dahinter: Sich selbst etwas Gutes tun und lokale Produzenten unterstützen.



Nachhaltigkeit: Kein neuer Trend, aber einer der 2021 weiter an Fahrt gewinnt. Ob im klimafreundlichen Ladenbau, ob mit nachhaltiger Landwirtschaft oder mit modernen Elementen wie digitalisierten Kräuterschränken - Kunden haben zunehmend ein waches Auge, wie Produkte produziert und präsentiert werden. Transparenz wird wichtiger. Beispielsweise durch gläserne Zubereitung im Convenience-Bereich. Oder auch durch Unverpackt-Angebote. Künftig vielleicht sogar wichtig: Produkte, die der Markt nicht bietet, weil ihr industrieller Anbau (beispielsweise Avocado) nicht gut für die Umwelt ist.

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Mehr Information: Wer als Kunde mehr auf sich selbst achtet, der kauft auch kritischer, will mehr Information. Ein Zeichen dafür: Die Verbraucher in Deutschland informieren sich zunehmend über Herkunft und Inhaltsstoffe ihrer Lebensmittel. So hat jeder Vierte (24 Prozent) schon einmal den QR-Code oder den Barcode auf der Verpackung mit Hilfe einer Smartphone-App gescannt, um Informationen über das Produkt zu erhalten – das sind sieben Prozentpunkte mehr als 2019 (17 Prozent), sagt eine Studie des Branchenbverbands Bitkom.

Nähe zählt: Weil wir in diesen Zeiten (zuweilen auch nur virtuell) enger zusammenrücken. Davon profitieren lokale Produzenten, davon profitieren Märkte, die im Ort stark verankert sind und das am besten auch an vielen Stellen im Markt zeigen. Das verlangt auch dem Convenience-Bereich Neuerungen ab. Das kulinarische Angebot muss interessanter, abwechslungsreicher und gesünder werden.

Mehr Markt: Auch die Fläche wird sich wandeln. Vollversorger klingt ja zunehmend nach alter Euro-Palette. Sortimentsvielfalt zeigt man zusehends mit Markthallen-Charakter. Kunden wollen Produkte erleben. Vor allem aber: Wer Ware wie auf dem Marktplatz inszeniert, der alten Dorfladen neu zum Leben erweckt, der erinnert ein wenig an die gute, alte heile Welt. Diese Sehnsucht wollen Kunden mehr denn je stillen.  

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