Shopper Insights: Corona: Was sich in den Mär...
Shopper Insights

Corona: Was sich in den Märkten ändern wird

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Corona hat das Einkaufsverhalten verändert. Nachhaltig.
Corona hat das Einkaufsverhalten verändert. Nachhaltig.

Werden die Kunden auch in Zukunft an ihren Einkaufsgewohnheiten festhalten, die sie sich während der Coronavirus-Pandemie angeeignet haben? Vieles spricht dafür. Doch wie kann man darauf reagieren?

Hohe Warenkörbe, weniger Impulskäufe, schnelle Einkäufe, weniger Stoßzeiten, mehr Frische, Regionalität und Bio. Das sind nur einige Entwicklungen, die viele Kaufleute in den vergangenen Monaten beobachtet haben.
Viele dieser neuen Verhaltensweisen und die sich wandelnden Einkaufsroutinen rund um Schnelligkeit, Sicherheit und Hygiene werden sich in den Köpfen der Kunden festsetzen, nachdem sich die Verbraucher geradezu mit Lichtgeschwindigkeit auf die veränderte Situation eingestellt haben. Das wird auch Folgen haben für Ladengestaltung, Sortimentsaufbau und Services.

Neue Trends und mehr Fokus

So muss der  Trend, dass viele Kunden vermehrt einen Teil der Lebensmittel online einkaufen,  kein Nachteil sein.
Wer die Warenkörbe im Markt analysiert, stellt vielleicht fest, dass er auf einige Kategorien eher verzichten kann und könnte sich stattdessen auf Produkte konzentrieren, die auf der Fläche stark sind. Braucht es also beispielsweise wirklich Regale voller Tiernahrung – oder nutzt man die Fläche besser für mehr Frische oder Convenience?

Ladenkonzepte: Corona: Ideen für das neue Kundenverhalten

Denken Sie an das Paretoprinzip: Salopp gesagt, besagt die 80-20-Regel, dass 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes erreicht werden. 
Auch Regionalität kann man und muss man inzwischen stärker präsentieren. Regionale Ware liegt im Trend (Vertrauen, Nachhaltigkeit) und ist ein Element, das große Onlineanbieter zumeist so nicht bieten können.

Neue Mahlzeitenkonzepte

Auch der durch Home Office und einen eingeschränkten Restaurant-Betrieb zusätzlich gestiegene Bedarf an bequemen Mahlzeiten, kann durch Snack-Restaurants, Selbstbedienungsbars und neue Mahlzeiten-Modelle für den eigenen Standort genutzt werden.

Bedenken muss man dabei, dass Sicherheitsrestriktionen und neue Verbrauchereinstellungen das Ladenerlebnis insgesamt verändern und einen Einfluss auf die künftige Ladengestaltung haben werden. Die klassischen Selbstbedienungsstationen wie Salatbars sind in der althergebrachten Form vielleicht endlich. Stattdessen dürften convenient verpackte Lebensmittel und Bestellungen eine immer wichtigere Rolle spielen.

Doch dieser Trend ist kein Selbstläufer. In dem Maße, in dem die Restriktionen in den Restaurants aufgehoben werden und die Betreiber sich besser organisieren, müssen die Lebensmittelhändler ihr Sortiment an frischen, praktischen Mahlzeiten und Dienstleistungen erweitern. Der Handel zeigt aber derzeit, dass seine Gastro-Konzepte immer besser werden.

Zusätzliche Services bieten

Auch sind hier zusätzliche Services denkbar.

Kaufleute könnten unter anderem ganz simple "Click-and-Collect"-Dienste anbieten. Beispielsweise, dass Mitarbeiter Einkaufslisten entgegennehmen, und während der Kunde an der Sushi-Bar snackt seine Einkäufe für ihn zusammenstellen.

Das zuletzt rasante Wachstum von Kochboxen-Anbietern wie Hello Fresh hat zudem bewiesen, dass es einen Hunger nach rationellem Lebensmitteleinkauf gibt.

Eine erste Antwort wäre hier, die guten alten Rezeptkarten aus ihrem Dornröschenschlaf zu holen und prominenter zu präsentieren - oder gleich selbst im Markt Rezeptboxen mit allen Zutaten zusammenzustellen.
Aufgrund der Krise durch den Coronavirus bieten viele Supermärkte einen Abholservice.
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Aufgrund der Krise durch den Coronavirus bieten viele Supermärkte einen Abholservice.
Und auch das gehört dazu: Immer mehr Lebensmittelhändler bieten inzwischen zusätzlich einen Abholservice, bewerben den sogar plakativ am Ladeneingang und reservieren für diese Kunden außerdem Plätze auf dem Parkplatz.

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