Krasse Aktion: Hier kommt der erste Rewe-Mark...
Krasse Aktion

Hier kommt der erste Rewe-Markt auf Schienen

Rewe

Das gab es noch nie: Am 5. November ist im Frankfurter Hauptbahnhof ein fahrender Supermarkt an den Start gegangen. Ein voll funktionsfähiger Vollsortimenter - in einem klassischen Regional-Express. In Zahlen heißt das: 150 Meter Zug, davon 90 Meter x 3 Meter Marktfläche. 3.000 Artikel sind im Angebot, 180 Azubis stemmen in wechselnden Schichten den Betrieb.

Wo an einem normalen Freitag Reisende oder Pendler sitzen - Koffer, Zeitung und Kaffee im Gepäck -  stehen heute Lebensmittel. Der Supermarkt besteht aus drei Einkaufswaggons mit 30 Metern Länge und drei Metern Breite. Die Regale sind von Wanzl. 

Das Sortiment ist klassisch Supermarkt und entspricht in etwa dem Sortiment eines Kleinflächen-Marktes. Allerdings ist der Anteil an lokalen, Fairtrade und Bio-Lebensmitteln besonders hoch. Auch der Aufbau ist traditionell. Von O&G über Convenience, bis hin zu Mopro, Tiefkühl, Trockensortiment, Getränken und Tabakwaren. Auch bezahlen kann man ganz klassisch in bar oder mit Karte.

Die insgesamt 180 Azubis, die für das Projekt ausgewählt wurden, kommen alle aus Märkten der Umgebung. Der Zug hält insgesamt in sechs Städten. In jeder Stadt sind andere Azubis am Start. In Frankfurt sind es beispielsweise Eren Kirci. Kaan Kücüktepe und Lea Luppert.

Ausgesucht wurden sie von Gebietsmanagerin Nuram Günes. Die drei sind sehr stolz und aufgeregt, in dem Supermarkt-Zug arbeiten zu dürfen. Zwar ist die Bestelltechnik mit Zebra und die Kassentechnik gleich, aber Umfeld und Kollegen ganz neu. Alle drei empfehlen das Mitmachen uneingeschränkt weiter. 

Krasse Aktion: Erster Rewe-Markt auf Schienen



"Man lernt neue Stärken und Schwächen an sich kennen, und es macht Spaß", sagt Eren Kirci Einzelhandelskaufmann im 3. Lehrjahr. "Ich finde, es ist eine gute Möglichkeit, sich zu zeigen. Und zu zeigen, wie gut man arbeitet", ergänzt Kaan Kücüktepe, ebenfalls Einzelhandelskaufmann im 3. Lehrjahr. "Ich finde die Aktion sehr lehrreich und interessant. Es ist auf jeden Fall eine gute Erfahrung", ergänzt Lea Luppert, Verkäuferin im 2. Lehrjahr. 

Der Supermarkt-Zug ist eine Kooperation von Rewe Mitte, Deutsche Bahn und Fairtrade. Es geht dabei nicht darum, Umsätze zu generieren, sondern darum, positive und nachhaltige Botschaften zu übermitteln. Jürgen Scheider, Vorsitzende der Geschäftsleitung Rewe Mitte, sendet sie an alle Rewe-Azubis aus: "Die Azubis können sich hier an einer innovativen Aktion beteiligen. Ganz neue Erfahrungen machen. Sie sind mit großer Begeisterung dabei und wachsen über sich hinaus. Wir wollen einmal mehr zeigen: Bei unserer Ausbildung geht es nicht nur ums stupide Regale einräumen."

Mario Theis von DB Regio ergänzt. "Wir haben in der Pandemie Kunden ans Auto verloren. Deshalb ist es wichtig, daran zu erinnern, dass die Bahn das nachhaltigste Verkehrsmittel ist. Generell arbeiten wir an smarten Zukunfts-Lösungen, gemeinsam mit Rewe. An neuen Möglichkeiten, wie Kunden sich an Bahnhöfen mit Lebensmitteln versorgen können. Denken beispielsweise an Abholstationen in Bahnhöfen."

Carsten Lorenz von Fairtrade ergänzt: "Unsere drei Unternehmen vereint das Thema Nachhaltigkeit. Jeder Mensch kann jeden Tag eine nachhaltige Entscheidung treffen. Bei der Wahl seines Verkehrsmittels und natürlich auch bei der Wahl seiner Lebensmittel. Darauf soll diese Aktion aufmerksam machen."

Der Supermarkt-Zug tuckert von Stadt zu Stadt. Nach Frankfurt macht er in Fulda, Gießen, Kassel, Darmstadt und Wiesbaden für jeweils zwei Tage Halt. Die organisatorischen und technischen Herausforderungen dabei sind enorm. Gleise müssen angemietet werden, der Zug muss herbeigeschafft, umgebaut und mit Ware bestückt werden.
Darüber hinaus war es gar nicht so einfach, eine stabile Stromversorgung für Kühlmöbel und Tiefkühlmöbel sicherzustellen. Mit großen Mühen und vielen helfenden Händen ist es jedoch gelungen, in Frankfurt erfolgreich zu starten. Und es profitieren nicht nur Pendler und Reisende von dem besonderen Supermarkt-Erlebnis. Alle Frischwaren, die an den beiden Tagen nicht verkauft werden können, werden an die Bahnhofsmission gespendet.
Das sind die Termine:
12.+13.11. Gießen
19.+20.11. Fulda
26.+27.11. Kassel
3.+4.11. Darmstadt
Anschließend Wiesbaden


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