POS-Tuning: Mehr Wucht für die Kassenzone
POS-Tuning

Mehr Wucht für die Kassenzone

Hans-Rudolf Schulz
Engagiert: Edeka-Kaufmann Stefan Alex in Höhenkirchen sieht die Kassenzone als Visitenkarte.
Engagiert: Edeka-Kaufmann Stefan Alex in Höhenkirchen sieht die Kassenzone als Visitenkarte.

Optimieren dort, wo es angebracht ist. Und dabei nicht alles aus Selbstzweck umstellen: Mit diesem Konzept will Edeka-Kaufmann Stefan Alex in Höhenkirchen die Kassenzone aufwerten.

Der Inhaber von drei Märkten im Raum München ist mit seinem Standort in Höhenkirchen Pilotmarkt in einem seit Juli bis Mitte 2021 laufenden Projekt mit dem Markenartikler Mars Wrigley. In dem Projekt testet der Händler den Einsatz von Selfscanner-Kassen in Verbindung mit einem Kundenleitsystem.

Die Kassenzone umfasst 60 Quadratmeter und bietet etwa 240 Artikel. Stefan Alex arbeitet mit fünf konventionellen und drei zusätzlichen Selbstbedienungskassen. Das Konzept besteht darin, den Andrang an den Kassen zu mildern und den Checkout ruhiger und angenehmer zu machen.
Strukturiert: Eine Kassenzone soll hell, abwechslungsreich und optisch ansprechend sein.
Hans-Rudolf Schulz
Strukturiert: Eine Kassenzone soll hell, abwechslungsreich und optisch ansprechend sein.

Kunden bekommen eine zeitgemäße Möglichkeit, bequem selbst auszuchecken und sollen dabei trotz weniger Wartezeit zum Kaufen von Impulsartikeln angeregt werden. Das bewirkt das Shopperleitsystem. Modulare, niedrige Regale führen Kunden zu den Selfscannerkassen. Die Regalierung ist klar, übersichtlich farblich unterstützt und hell.
Highlight: Start-ups sorgen für mehr Abwechslung und kommen als zeitgemäße Highlights auch an der Kasse gut an.
Hans-Rudolf Schulz
Highlight: Start-ups sorgen für mehr Abwechslung und kommen als zeitgemäße Highlights auch an der Kasse gut an.

Die Module präsentieren Impulsartikel auf dem Weg zu den Terminals. Die Terminals hat Alex dort platziert, wo zuvor die Hauptkassen waren: So kommen viele Kunden aus Gewohnheit auf die Terminals zu.  Die Umstellung auf teilweisen Selfcheckout hat sich bis jetzt bewährt. Das Ambiente wirkt ruhiger. Es bilden sich „selbst an kundenstarken Tagen deutlich kürzere Warteschlangen“, sagt Stefan Alex.

Ihm ist es nicht zwangsläufig um SB-Kassen gegangen, sondern um die Aufwertung der Kassenzone. Aus diesem Grund hat er auch die konventionellen Kassen umgebaut. Breit, übersichtlich und immer mit Impulsartikeln in Griff- und Sichthöhe.

Alex sieht die Kassenzone als strategisch wichtige Fläche im Markt. Der letzte Eindruck beim Hinausgehen wirke nach: entweder in angenehmer oder unangenehmer Stimmung. Deutlich kürzere Warteschlangen dürften seine Kunden zufriedener machen. Davon ist er überzeugt. Für Umsatzauswertungen nach dem Umbau ist es bisher aber noch noch zu früh.

Kooperiert hat der Kaufmann bei der Umgestaltung etwa mit dem Ladenbauer ITAB. Die coronabedingten Plexiglasscheiben sind schon passgenau mit eingebaut. Das wirkt praktikabel und elegant. Ware oder Wechselgeld müssen Kassierer und Kunden nicht um die Scheibe herumreichen. Die Schutzvorrichtung passt sich der Formgebung an. All das dient der Entschleunigung durch eine ansprechende Optik und eine großzügige Platzgestaltung.

Lesen Sie im aktuellen E-Paper was Fabian Röcke, Strategic Demand Director Mars Wrigley, über das Pilotprojekt sagt.

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