Store-Check: Die neue Benchmark für Obst & Ge...
Store-Check

Die neue Benchmark für Obst & Gemüse liegt in Aschaffenburg

Alexander Heimann
Bunt, bunter, Stenger-Obstabteilung: Bei der Exoten-Platzierung wetteifern die Fürchte mit dem Ambiente um das beste Aussehen.
Bunt, bunter, Stenger-Obstabteilung: Bei der Exoten-Platzierung wetteifern die Fürchte mit dem Ambiente um das beste Aussehen.

Edeka Stenger lotet in Aschaffenburg die Grenzbereiche einer perfekten Obst- und Gemüseabteilung aus. Mit Trends wie loser Ware, eigener Lokalmarke oder RFID-Obstschrank.

Testfeld ist für die unterfränkische Kaufmannsfamilie schon seit einigen Jahren ihre Filiale in der Würzburger Straße. Von außen ist dem in einem Gewerbepark gelegenen Markt nicht anzusehen, dass er ein kleines Frischeparadies beinhaltet. Wobei klein relativ ist: Nach einem erneuten Upgrade ist die Abteilung jetzt 350 Quadratmeter groß. Vorher waren es 220.

Vorantreiber des Vorzeigeprojekts ist Ex-SanLucar-Profi Matthias Reuther, der bei Stengers übergeordnet O&G managed. Er hat nicht nur die Abteilung vergrößert und noch mehr Produkte gelistet (nunmehr 550), sondern auch viel Innovation einfließen lassen.

Store-Check: Edeka Stenger: Obst und Gemüse in neuer Dimension


So hat er beispielsweise modulierbare Regale angeschafft, deren Fächer man je nach Warenbestand schnell einklappen kann. Oder ein Regal für Fresh-Cut-Obst, das mit RFID funkt. Es disponiert so den Warenbestand automatisch, senkt Abschriften.

Mehr Fachmarkt als Abteilung

Reuther spricht von einem "Fachmarkt". Highlight reiht sich an Highlight - alle paar Meter. Als da wären: Zentrale Bio-Insel mit viel loser Ware. Sie ist noch größer als beim letzten Update der Abteilung 2017 und stets im Vergleich zu Konventionell sichtbar. Eine Bedienabteilung für beratungsintensive Südfrüchte. Das bringt Wochenmarktcharakter.
Jede Menge lose Ware: Cherrytomaten, Kräuter, Pilze, Karoffeln, Zwiebeln. Das kommt dem Nachhaltigkeitstrend entgegen. Auch gibt es jetzt noch mehr Produkte der Stenger-eigenen Lokalmarke "Absolut fränkisch".
Weil die Kunden öfter kochen, sind außergewöhliche Produkte wichtiger geworden. Buntes Mangold oder Schwarzkohl. Den kann man roh im Salat essen oder blanchiert. Dies den Shoppern zu vermitteln ist Aufgabe des Fachpersonals.

Und es gibt viele Fachkräfte in der Würzburger Straße, sogar zwei Abteilungsleiter(innen). Der nächste Schritt für Matthias Reuther ist, noch mehr in die Anbauplanung mit Erzeugern zu gehen. So können Stengers schon bei der Saat ein Wörtchen mitreden und neue Trends selber setzen.
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