Innovationen: Smarte Einkaufswagen: Der neue ...
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Smarte Einkaufswagen: Der neue Mega-Trend

Caper
Bald Standard oder Zukunftsmusik? Vernetzte Einkaufswagen mit Display.
Bald Standard oder Zukunftsmusik? Vernetzte Einkaufswagen mit Display.

Einkaufschip war gestern. Die Zukunft gehört womöglich dem durchvernetzten Einkaufswagen. Die "intelligenten" Helfer werden jetzt immer öfter getestet.

Angesichts der Pandemie und dem Drang zur Digitalisierung befassen sich mehr Händler mit dem Einkaufswagen 2.0.
Jüngster Fall: Die US-Kette Kroger testet den durchtechnifizierten Einkaufswagen 2.0 in einer Filiale in Cincinnati aus. Der Hersteller des "KroGo" ist Caper. Ein alter Bekannter, der bereits einige Händler in Nordamerika versorgt.

KroGO bei Kroger


Die Technik: Der Kunde identifiziert sich per Karte. Eine Kamera erkennt die Einkäufe, die in den Wagen gelegt werden. Eine eingebaute Waage prüft Artikel, die nach Gewicht verkauft werden. Ein Touchscreen neben dem Griff des Wagens zeigt eine fortlaufende Liste der ausgewählten Artikel an, und ein angeschlossenes Kartenterminal ermöglicht es den Kunden, ihre Einkäufe direkt am Wagen zu bezahlen.
Die Technik ähnelt damit dem smarten Wägelchen "Dash Cart", wie es bereits bei Amazon Fresh in den USA im Einsatz ist.

Amazon Dash Cart

Easy Shopper bei Edeka

Hierzulande verschafft sich unter anderem Edeka mit dem Einsatz des Easy Shoppers einen Innovations-Status. Auch beim Easy Shopper, von faytech hergestellt, gehören ein Multi-Touchscreen, GPS-Empfänger, Wi-Fi, eine App, eine Waage, Kameras, Barcode-Scanner und mehr zum Funktionsumfang.

So funktioniert der Easy Shopper


Mit dem angeblich „modernsten Einkaufswagen der Welt“ scannt der Kunde die Produkte, die in den Wagen wandern, selbst. Per App dazu kann der Kunde zuhause am Smartphone schon die Einkaufsliste erstellen. An der Easy-Shopper-Kasse muss die Ware dann nicht mehr gescannt werden. Man zahlt einfach mit Bargeld, via Karte oder in der App.

Einen anderen Ansatz wählt der Waagenherstellers Bizerba zusammen mit dem israelischen Startup Supersmart. Der Kunden scannt per App seine Artikel, muss dann aber an der Kasse über eine Waage fahren.
Hier prüfen Gewichtssensoren und Bilderkennung den gesamten Einkauf auf seine Richtigkeit. Erprobt wird der Wagen hierzulande unter anderem bei Edeka. Metro und Selgros testen ihn in Osteuropa.

Supersmart im Einsatz

Mehr Bequemlichkeit

Aber derzeit ist die Zukunft eher unklar: Die Kosten, in der Regel im oberen vierstelligen Bereich, sind hoch, das Diebstahlrisiko stört und auch Kunden könnten eine technisch aufgemotzte Version ihres gewohnten Einkaufsbegleiters eher unheimlich finden.

Es sei denn, sie erkennen die Vorteile: Die intelligenten Einkaufswagen ermöglichen es schließlich, die Kasse zu überspringen, die Kunden haben mehr Kontrolle über ihren Einkauf und können den zudem online zu Hause vorbereiten.
Das klingt nach einem Mehr an Bequemlichkeit. Und damit kann man immer punkten.

Und für Promotions kann man den Einkaufswagen 2.0 künftig womöglich auch noch nutzen. Wenn der Kunde beispielsweise Wein in den Wagen legt, könnte man ihm auf dem Doisplay noch einen passenden Käse empfehlen. Oder eben auch Produkte, die andere Kunden dazu gekauft haben. Fast wie bei Amazon.
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