Warenwissen Tee

Vor mehr als 5.000 Jahren entdecken Chinesen die anregende Wirkung des aufgebrühten Teeblatts. Im 17. Jahrhundert bringen Holländer schwarzen Tee von Japan nach Europa. Noch heute ist er der Liebling der Teegenießer. Neu im Trend sind goldgelbe Gewürztees mit Kardamom, Zimt, Kurkuma oder Safran.
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Kräutertee

Kräutertees dürfen aber nach dem Lebensmittelrecht nur als teeähnliche Erzeugnisse deklariert werden, da sie nicht vom Teestrauch, sondern von getrockneten oder frischen Pflanzenteilen wie beispielsweise Pfefferminzblättern oder Fenchelsamen stammen. Die Pflanzenteile liefern Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Sie enthalten – abgesehen von Matetee – kein Koffein.

Schwarzer Tee

Blätter, Knospen und Triebe der Teesträucher Camellia sinensis und Camellia assamica werden nach der Ernte gerollt, wobei der Zellsaft des Blattguts mit Sauerstoff in Kontakt tritt und oxidiert. Das Blattgut färbt sich von dunkelgrün bis kupferrot und entwickelt sein charakteristisches Aroma. Die beliebtesten Sorten sind der würzige und kräftige Assam, der herb-kräftige Ceylon-Tee und der zart-bittere Darjeeling.

Grüner Tee

Grüner Tee stammt von den gleichen Pflanzen wie Schwarztee, er ist jedoch nur minimal fermentiert. Die Blätter werden gedämpft (japanische Methode) oder geröstet (chinesische Methode), wobei die grüne Farbe erhalten bleibt. Die beliebtesten Grünteesorten sind Bancha (frisch und grasig), Gunpowder (kräftig-herb) und Sencha (herb-süßlich). Grüner Tee ist ein Schlankmacher, er steigert die Fettverbrennung.

Weißer Tee

Diese Teesorte hat ihren Namen von den hellen Härchen an der Blattunterseite, die ihm seine weiß-silbrige Farbe geben. Nur die jüngsten Blätter und noch geschlossene Knospen werden von Hand geerntet, gerollt, getrocknet und unfermentiert verwendet. Die Aromen sind leicht und floral. Neben Koffein enthält weißer Tee Antioxidantien, die freie Radikale in den Körperzellen binden und so das Immunsystem stärken.

Früchtetee

Streng genommen handelt es sich bei Früchtetees nicht um Tee, sondern um Aufgüsse aus geschnittenen und getrockneten Fruchtstückchen – beispielsweise aus Pfirsichen, Mangos, Zitrusfrüchten, Äpfeln oder Hagebutten. Die Schnittgröße richtet sich nach der Zubereitungsform. Während loser Tee im Grobschnitt angeboten wird, kommen in den Aufgussbeutel zumeist feingeschnittene Früchte.

Chai-Tee

Ayurvedischer Gewürztee besteht aus schwarzem Tee und Gewürzen wie Kardamom, Kurkuma, Ingwer, Kakao, Zimt, Nelken, Fenchel, Süßholz, Gewürznelken, Sternanis und schwarzem Pfeffer. Besonders gut schmeckt Chai-Tee mit Milch und Honig verfeinert. In seinem Ursprungsland Indien ist er so etwas wie ein Nationalgetränk. Nach der Gesundheitslehre des Ayurveda wirkt der Tee nervenstärkend und verdauungsfördernd.

Matcha-Tee

Vor mehr als 800 Jahren von buddhistischen Mönchen erschaffen ist Matcha-Tee heute der edelste japanische Tee-Export. Die Pflanzen wachsen in Schattenplantagen heran, weshalb die Blätter mehr Koffein und weniger Gerbstoffe enthalten. Nach der Ernte werden sie bedampft, getrocknet, die Blattrippen entfernt und das Blattfleisch eine Stunde lang in Granitsteinmühlen zu feinem Pulver vermahlen.


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