Warenwissen Superfood

Konsumenten legen zunehmend Wert auf Lebensmittel mit gesundheitlichem Zusatznutzen. Früchte und Saaten, denen besondere Wirkung nachgesagt werden, spielen eine große Rolle. Fünf wesentliche Superfood-Sorten fürs Verkaufsgespräch auf einen Blick.
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Amaranth und Quinoa

— Warenkunde: Amaranth und Quinoa sind zeitweise neben den Chia-Samen verblasst. Mittlerweile sind die „Pseudocerealien“ aber wieder im Trend.

— Ernährungsinfo: Anders als Weizen oder Roggen bilden Amaranth und Quinoa nicht das Klebereiweiß Gluten aus und sind daher vor allem für Zöliakiebetroffene interessant.

— POS-Tipp: Sie liefern viel Eiweiß, hochwertige Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Beide Arten werden in der Küche ähnlich wie Getreide genutzt. Sie eignen sich als Beilage, für Füllungen, Bratlinge, im Müsli oder im Salat.
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Chia-Samen

— Warenkunde: Chia-Samen sind seit 2009 als neuartiges Lebensmittel zugelassen. 2015 erlebten die schwarzen Kügelchen mit Zuwachsraten im fünfstelligen Bereich ihren Durchbruch.

— Ernährungsinfo: Als Superfood wird ihr Gehalt an Ballaststoffen, Fettsäuren und Eiweiß gepriesen. Sie sind in Backwaren, Frühstückscerealien und Nuss-Frucht-Mischungen erlaubt.

— POS-Tipp: Wenn Kunden nach Verwendungsmöglichkeiten fragen – es gibt die Chia pur als Samen, mit denen sich beispielsweise Müslis, Getränke oder Süßspeisen elegant verfeinern lassen.

Kokosnuss

— Warenkunde: Die Kokosnuss gilt als einer der neuen Sterne am Superfood-Himmel. Seit einiger Zeit ist auch Kokosöl in aller Munde. Es wird Herstellern zufolge schonender hergestellt als Kokosfett.

— Ernährungsinfo: Die Steinfrucht ist vielseitig: Kokosmilch ist als veganer Ersatz für Sahne interessant. Kokoswasser eignet sich gut als isotonisches Fitnessgetränk.

— POS-Tipp: Kokosblütenzucker wird als Alternative zu herkömmlichem Zucker angeboten. Das Fruchtfleisch ist ein natürlicher Snack.

Heimische Superfoods

— Warenkunde: Viele exotische Superfoods stammen aus fernen Ländern, wofür sie von nachhaltig orientierten Verbrauchern Kritik ernten. Anhänger der Gegenbewegung befürworten daher heimische Superfood-Arten.

— Ernährungsinfo: Die Auswahl ist groß: Heidelbeeren sind reich an Anthocyanen, Hagebutte an Vitamin C, Sanddorn an Vitamin E und Honigmelonen an Carotinoiden.

— POS-Tipp: Weisen Sie auf den Vorteil der Regionalität hin, die lange Transportwege spart. Weisen Sie auf die Vorteile der saisonalen Produkte hin, die sich als Superfood-Alternative eignen: etwa Frische, Heimatbezug und Bekanntheit.

Weizengras

— Warenkunde: Weizengras heißen die grünen jungen Triebe des Weizens, bevor er seine Ähren ausbildet. Verwendet wird die drei bis sechs Wochen alte Pflanze.

— Ernährungsinfo: Ihr Presssaft ist wegen der enthaltenen Kohlenhydrate ein guter Nährboden für Mikroorganismen und ist darum leicht verderblich. Im Fokus steht der Gehalt an Chlorophyll, Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen.

— POS-Tipp: Im Handel ist Weizengras überwiegend als Pulver erhältlich, das aus den getrockneten Halmen hergestellt wird.