Warenwissen Süße Brotaufstriche

 Brotaufstriche wie Konfitüre, Marmelade und süße Cremes dürfen bei den deutschen Verbrauchern zum Frühstück nicht fehlen. Die beliebtesten Sorten im Überblick.

Konfitüre

Als beliebteste Sorte gilt traditionell Erdbeerkonfitüre. Dann folgen die Geschmacksrichtungen Kirsche, Aprikose, Himbeere, Brombeere, Pflaume, Orange, schwarze und rote Johannisbeere und schließlich Heidelbeere. Zur Herstellung verwendet man frische oder tiefgefrorene Früchte oder Pülpe (breiiges Fruchtfleisch).

Gelee

— Warenkunde: Gelee wird aus Fruchtsaft hergestellt. Der Begriff geht auf das lateinische „gelare“ zurück für gefrieren, hier im weitesten Sinn „erstarren“. Zur Herstellung kocht man Fruchtsäfte, -konzentrate oder wässrige Auszüge aus Früchten so lange mit Zucker, bis die Flüssigkeit „geliert“ – also fester wird. Gut geeignet sind säuerliche Früchte wie Johannisbeeren, einige Apfelsorten, Quitten, Himbeeren oder Brombeeren.
E-Learning Süße Brotauftstriche
Im E-Learning von LZ Direkt Training "Süße Brotauftstriche" lernen Sie in 45 Minuten alles über die Rohstoffe, über den Verarbeitungsprozess, das Qualitätsmanagement und natürlich, wie Sie süße Brotaufstriche am POS richtig in Szene zu setzen sind. Dabei finden Sie auch wertvolle Informationen zur Kakao- und Konfitürenverordnung.
marmelade
imago images / Shotshop

Pflaumenmus

— Warenkunde: Industriell wird Pflaumenmus aus zerkleinerten Früchten (Pülpe), Fruchtmark oder tiefgefrorenen Früchten hergestellt. Auch Trockenpflaumen können verwendet werden, aber nicht mehr als 350 Gramm pro 1.000 Gramm Mus. Auf dem Etikett ist dann ein entsprechender Hinweis erforderlich. Auf 1.000 Gramm Pflaumenmus dürfen laut Gesetz nicht mehr als 300 Gramm Zucker kommen und der Wasseranteil darf bei nicht mehr als 50 Prozent liegen. Gewürze wie Gewürznelken, Zimt und Essig oder Rotwein machen das Mus noch köstlicher.

Marmelade

— Warenkunde: Diese Bezeichnung ist Produkten aus Zitrusfrüchten vorbehalten. Zur Herstellung werden Pülpe, Mark, Saft und wässrige Auszüge aus Zitronen, Orangen und Grapefruits verwendet. Zulässig sind auch mit Schwefeldioxid konservierte Zitrusfrüchte. In 1 Kilogramm Marmelade müssen mindestens 200 Gramm Zitrusfrüchte enthalten sein. Der Trockenmassegehalt muss bei mindestens 60 Prozent liegen.

Blütenhonig

— Warenkunde: Blütenhonig ist dem Namen entsprechend der Nektar aus Blüten, beispielsweise Lindenblüten. Er ist im Vergleich zu anderen Varianten gelblich und eher flüssig. Je nach Blütensorte hat er einen aromatischen, kräftigen Geschmack. Weitere Unterscheidungen neben Blütenhonig sind Honigtau-Honig, Sortenhonig und Mischhonig.

Erdnusscreme Erdnussmus Erdnussmark

— Warenkunde: Um eine Verwechslung mit echter Butter zu verhindern, ist die frühere Bezeichnung „Erdnussbutter“ in Deutschland inzwischen nicht mehr zulässig. Erdnusscreme ist ein üppiger Genuss: 100 Gramm enthalten 650 bis 700 Kalorien. Sie besteht zu rund 90 Prozent aus gemahlenen Erdnüssen, Öl, Salz, Süßungsmitteln und Stabilisatoren. Biologisch erzeugte Produkte kommen auch ohne Stabilisatoren aus. Erdnusscreme enthält reichlich Vitamin H (Biotin) und Magnesium.

Nuss-Nougat-Creme

— Warenkunde: Hergestellt wird sie aus zerkleinerten Nusskernen, Zucker und Kakaoerzeugnissen, cremig gerührt mit Pflanzen- oder anderen Speisefetten, Milchprodukten oder Sojamehl. Nuss-Nougat-Creme muss mindestens 10 Prozent Haselnüsse enthalten. Wenn andere Nüsse die Grundlage bilden, müssen diese genannt werden (beispielsweise Mandel-Nougat-Creme).