Warenwissen Spirituosen

Sie sind meist farblos oder goldgelb und klar. Ob als Genusstropfen, Absacker oder in Mixgetränken: Spirituosen werden in diversen Variationen produziert und genauso kreativ eingesetzt. Erfahren Sie mehr über die zehn beliebtesten Spirituosen Ihrer Kunden.

Eierlikör

Einer der bekanntesten Vertreter der Liköre ist der Eierlikör, oder auch Advokat. Er gilt mit nur 14 Volumenprozent Alkoholgehalt als Sonderfall und enthält einen Anteil von mindestens 140 Gramm reinem Eigelb pro Liter. Mit fruchtigen Varianten und neuen Rezeptideen versuchen die Hersteller, eine jüngere Zielgruppe zu erreichen.

Gin

Aus Getreide und Agrar-Erzeugnissen versetzen schon die Holländer das als „Oude Genever“ bekannte Destillat mit Wacholderbeeren, wodurch sich der heute für Gin bekannte Geschmack durchgesetzt hat. Erst der Export nach London führt zur Namenskürzung Gin. Am bekanntesten ist der (London) Dry Gin, welcher geschmacklich oft mit Kräutern oder Früchten angereichert wird. Der süße Vertreter ist der Plymouth Gin.

Liköre

Getränke mit einem Zuckergehalt von 100 Gramm/Liter und einem Alkoholgehalt von 15 bis50 Prozent werden zu den Spirituosen gezählt. Neben diversen Fruchtlikören findet man nahezu alle Aromen als Sirup, die auch als Ergänzung zu Heißgetränken Anwendung finden. Der Eierlikör (siehe oben) ist ebenfalls ein Vertreter dieser Produktgruppe.

Obstbrand

Generell unterteilt man diese Kategorie in Obstwasser und Obstgeist, wobei Obstgeist meist durch die Herkunftsbezeichnung geschützt ist. Obst- oder auch Gemüsesorten werden vergärt und anschließend destilliert, eine längere Lagerung ist nicht notwendig. Die verwendeten Sorten müssen im Namen des Brandes erkennbar sein.

Ein besonderer Vertreter ist der Calvados. Er ist ein Apfelbrand. Mit „Williams“ dürfen ausschließlich Birnenbrände bezeichnet werden.

Rum

Rum wird nicht, wie oft angenommen, aus dem Zuckerrohr selbst hergestellt, sondern aus der beim Zuckerkochen entstehenden Melasse. Diese wird nach der Gärung destilliert. Die Lagerung in Holzfässern gibt dem Rum seine charakteristische Färbung und seinen unverwechselbaren Geschmack. Je länger die Lagerung, desto intensiver der Geschmack und die Farbe. Seinen Ursprung hat dieses Getränk in der Karibik und in Südamerika.

Weinbrand

Wie der Name schon verrät, wird zur Herstellung dieser Spirituose Wein auf einen Alkoholgehalt von bis 95 Volumenprozent destilliert und anschließend in Eichenfässern gereift. Günstigere Varianten verwenden andere Brände zur Einstellung des Alkoholgehalts. Bekannte Vertreter sind Cognac, Asbach, Armagnac und Brandy.

Whiskey

Eine der bekanntesten Getreidespirituosen, über deren korrekte Schreibweise man bis heute streitet: Whisky vs. Whiskey. Er wird ausschließlich aus gemälztem Getreide gewonnen. Ob Single Malt, Blended oder Single Pot – der Whiskey muss nach der Destillation mindestens für drei Jahre in Holzfässern gelagert werden. Die Zugabe von Aromen ist verboten, einfacher Zuckercouleur darf nur zur Färbung verwendet werden.

Tequila

Gold oder Silber ist hier die Frage? Das Herz der blauen Agave bildet die Basis dieses in Mexiko beheimateten Getränks. Nach der Gärung erhält man die „Pulque“ mit einem Alkoholgehalt von 8 bis 11 Prozent. Das fertige Destillat wird mit einem Alkoholgehalt von 38 bis 40 Volumenprozent vertrieben. Die Zugabe von Zuckercouleur gibt dem goldenen Tequila seine Farbe. Mezcal ist im Gegensatz zum Tequila nicht an eine bestimmte Agavensorte gebunden und gilt als „Volkstequila“.
Wissenswert
Die ersten Liköre wurden als Kräuterliköre in Apotheken zu medizinischen Zwecken produziert.

Auch vor Spirituosen macht der DIY-Trend nicht halt. Während das Selbstbrennen von Obstbränden die Gefahr von Fuselölen mit sich bringt, sind DIY-Kits für die erste eigene Gin-Kreation ein abwechslungsreiches Mitbringsel.

Spirituosen brennen – sofern sie einen Alkoholgehalt von mehr als40 Volumenprozent besitzen. Bei der Feuerzangenbowle (brennender Zuckerhut) ist daher die Wahl der richtigen Spirituose essentiell. Geeignet sind beispielsweise Rum, Calvados Wodka, Whiskey und Absinth.

Wermut

Genau genommen ist Wermut das Ergebnis eines Experiments: Qualitativ schlechter Wein sollte durch die Zugabe von Kräutern geschmacklich verbessert werden. Heute wird Weißwein mit Hilfe von Weinbrand auf einen Alkoholgehalt von 17 bis 22 Volumenprozent aufgespritzt. Erst danach wird der charakteristische Geschmack durch die Zugabe von Zuckern und Kräutern geformt. Vor allem in den vergangenen Jahren hat Wermut als Szenegetränk wieder mehr Beachtung bekommen.

Wodka

Wussten Sie, dass Wodka und Bier viel gemeinsam haben? Denn auch bei der Wodka-Herstellung steht zu Beginn die Herstellung einer Maische auf Basis von stärkehaltigen Lebensmitteln. Bevorzugt werden Getreide oder Kartoffeln als Basis verwendet. Nach der Hefe-Gärung wird der Alkohol dann destilliert, das Produkt hat einen Alkoholgehalt von bis zu 45 Volumenprozent. Vor allem für Mixgetränke wird „flavoured“ Wodka oft nachgefragt.


Vor allem bei Spirituosen ist die Beachtung des Jugendschutzes enorm wichtig. Mehr Informationen unter LZ direkt Training.