Warenwissen Sommerfrüchte

Mehr frische Früchtchen für Ihr Obstregal: Regionalität und Saisonalität erhalten einen immer höheren Stellenwert. Erfahren Sie hier, welche in unseren Breitengeraden beheimateten Obstsorten (außer Melonen) die Herzen Ihrer Kunden höher schlagen lassen. Uns was bei der Lagerung zu beachten ist.
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Erdbeeren

Des Deutschen liebstes Früchtchen: Erdbeeren sind hierzulande so beliebt wie keine andere Beere. Genau genommen ist die Erdbeere allerdings eine Sammelnussfrucht. Es gibt mehr als 1.000 verschiedene Sorten, die sich in Farb- und Geschmack-Nuancen unterscheiden. Egal ob im Kuchen, Salat, als Wein oder einfach pur, die kleine rote Beere ist vielseitig einsetzbar.

Johannisbeeren

Ob weiß, rot oder schwarz, diese Beere ist in fast jedem Garten zu finden. Sie ist die säurehaltigste unter den Beeren. Die Johannisbeere ist vor allem aufgrund der Herstellung von Cassis-Sirup und -Likör bekannt. Ihren Namen hat sie dem Johannistag (24.06.) zu verdanken, da die ersten Sorten in diesem Zeitraum erntereif sind. Beliebt sind Johannisbeeren vor allem in Konfitüren, Kuchen und Limonaden.

Himbeeren/Brombeeren

Ursprünglich im nördlichen Europa beheimatet, haben sich Him- und Brombeeren den Weg in unsere Gärten und Obstregale erobert. Sie sind Sammelsteinfrüchte. Daher wirken sie bei Verzehr oft „kernig“. Aufgrund ihrer niedrigen Kalorien- und hohen Vitamin-Gehalte sind sie sehr beliebt. Vor allem die Himbeere ist ab dem Erntezeitpunkt anfällig für Druckstellen und somit leicht verderblich.

Kirschen

Süß oder sauer? Das ist hier die Frage! Nicht nur die Kirschblüte selbst ist ein Hingucker, auch dieses kleine mit der Rose verwandten Steinobst strotzt vor Vitaminen und Antioxidantien. Vor allem Süßkirschen sind vorsichtig zu lagern, da sie durch das dunkle und weiche Fruchtfleisch anfälliger für Druckstellen sind und somit schneller verderben. Sauerkirschen sind wegen ihrer ausgeprägten Fruchtsäure beliebt in Kompott, Kuchen & Co.

Pfirsiche

Süß und saftig mit samtweicher Haut ist der Pfirsich ein beliebter Klassiker der Steinfrüchte. Die im Handel üblichen Sorten sind Red Haven (gelbfleischig) und der South Haven (weißfleischig). Pfirsiche zeichnen sich durch ihre hohen Gehalte an Vitamin A und C aus. Zudem sind sie eine gute Quelle für Kalium, das die Gefäße fit hält.

Nektarinen

Der Name ist Programm: Er leitet sich vom lateinischem nectar (Süßes, Köstlichkeit) ab. Die Nektarine ist eine Kreuzung aus Pfirsich und Pflaume, die mit weißem oder gelbem Fruchtfleisch ihren Weg ins Obstregal findet. Der Kompromiss für alle, die die samtweiche Schale von Pfirsich und Aprikose nicht mögen. Allerdings ist die Lagerung etwas anspruchsvoller: Sind sie noch nicht reif genug, ist dem Kunden das Fruchtfleisch zu hart, ist sie zu saftig und reif, sind sie leicht anfällig für Druckstellen.

Aprikosen

Die Aprikose ist nicht zu verwechseln mit der Mirabelle, die botanisch zu den Pflaumen zählt. Aprikosen halten bis zu einer Woche im Kühlschrank, frisch gepflückt sollten sie allerdings innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden. Bei der Lagerung darauf achten, dass sie nicht neben Ethylen-abgebenden Obstsorten wie Äpfeln oder Bananen liegen, da es schnell zur Überreifung kommt. Beliebt ist die Aprikose als Kompott und als Kuchenbelag.

Zwetschgen

Zwetsche oder Zwetschgen sind ebenfalls Steinfrüchte, die nicht mit der Pflaume zu verwechseln sind. Zwetschgen sind eher länglich und tiefbläulich, dafür enthalten sie mehr Zucker und weniger Wasser als ihre Verwandte, die Pflaume. Ihr Fruchtfleisch lässt sich im Vergleich zu anderen Steinfrüchten im reifen Zustand leicht vom Kern lösen. Vorsicht: Beim Entsteinen der Früchte Handschuhe tragen – sonst gibt es braune Flecken.

Cantaloup-Melonen

Ein Vertreter der Zuckermelonen: Wie der Name verrät, enthält das Fruchtfleisch einen höheren Zuckeranteil als Wassermelonen. Sie können kopfgroß und bis zu 4 kg schwer werden. Ihren Ursprung hat diese Sorte in Cantalupo bei Rom (Italien). Weitere Sorten sind die Charentais- (Aprikosengeschmack) und die eher süßsäuerliche Ogen-Melone, die aus Israel kommt.

Wassermelonen

Durch ihren Wasseranteil von mehr als 90 Prozent ist diese Frucht eine beliebte Erfrischung bei sommerlichen Temperaturen. Botanisch zählen die Melonen allerdings zu den Kürbisgewächsen, daher auch die vielen kleinen Kerne im Inneren der Frucht. Mittlerweile gibt es auch kernlose Alternativen. 60 Prozent des Wassermelonen-Angebots werden in Asien produziert. Die im deutschen Handel erhältliche Ware wird überwiegend aus Spanien bezogen.


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