Warenwissen Salate Endiviensalat

Salat ist langweilig und fad? Behalten Sie den Durchblick in Ihrem Salatregal und wecken Sie das ungeahnte Potenzial dieser Warengruppe.
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Chicorée

Diese Sorte benötigt viel Aufmerksamkeit. Meist gilt der Chicorée durch seine bittere Note als unbeliebt, doch gerade die Bitterstoffe sind besonders gesund. Früher wurde er als Kaffeeersatz verwendet. Durch Kontakt mit Licht verstärken sich die bittere Note und die Gelbfärbung der Blätter.

Geschmack: bitter

Haltbarkeit & Lagerung: Bei kühler und dunkler Lagerung bis zu acht Tage frisch.

Verzehrempfehlung: Roh oder gedünstet ein Genuss. Empfehlenswert ist die Zubereitung mit Zitrusfrüchten, Fenchel oder Schinken.Dieser Vertreter zeichnet sich durch gekräuselte bis filigrane hellgrüne bis gelbe Blätter (Frisée-Salat) aus. Diese Sorte eignet sich neben dem rohen Verzehr auch zum Dünsten.

Geschmack: ausgewogenes Aroma

Lagerung & Haltbarkeit: Bei kühler Lagerung bis zu zwei Tage haltbar.

Verzehrempfehlung: Auch gedünstet ein hervorragender Genuss!

POS-Tipps
Bei der Warenannahme unbedingt auf welke Blätter achten! Der Strunk (sofern vorhanden) sollte auch möglichst frisch aussehen.

Obst und Salate getrennt lagern: Durch das von vielen Obstsorten ausströmende Ethylen reifen auch die Salate nach und werden schnell welk.

Freilandsalate enthalten mehr Nährstoff als unter Planen/ in Gewächshäusern gezüchtete Sorten. Daher empfiehlt es sich, das saisonale Angebot zu nutzen.

Vor allem für Präsentationsplatten mit Käse oder Wurst eignen sich Salatsorten wie Endivien-, Radicchio-, oder Römersalat gut zur Dekoration.

Eichblattsalat

Diese Sorte zählt zu den Newcomern unter den Salaten. Er ist eher luftig leicht zu einem Büschel gewachsen.

Geschmack: mild, nussig

Lagerung & Haltbarkeit: Die an Eichlaub erinnernden Blätter werden innerhalb eines Tages schnell welk. Durch einen Einschnitt des Strunks und Kontakt mit kaltem Wasser erwacht der Kopf wieder zu Leben.

Verzehrempfehlung: Bei der Zubereitung darauf achten, dass das Dressing erst kurz vor dem Servieren hinzugegeben wird, da die Blätter schnell welken.

Eisbergsalat

Das Schwergewicht unter den Salaten: mit bis zu 500 Gramm pro Kopf. Da seine Blätter durch den hohen Wasseranteil frisch richtig knackig sind, wird er auch Krachsalat genannt. Sein holländischer Verwandter, der „Crisp-Salat“, zeichnet sich durch gekräuselte Blattenden aus.

Geschmack: herzhaft, knackig

Haltbarkeit & Lagerung: In Folie verpackt bis zu drei Wochen haltbar.

Verzehrempfehlung: Neben der klassischen Verarbeitung im Salat auch als Beilage zur Suppe oder Dekoration geeignet.

Feldsalat

Der Feldsalat ist kein Blattsalat, sondern gehört zur Familie der Baldriangewächse. Er ist reich an Provitamin A und Vitamin C sowie Eisen und damit eine starke Mineralstoffquelle. Er wird ganzjährig auf dem Feld angebaut.

Geschmack: erdig, würzig

Haltbarkeit & Lagerung: Die Blätter werden schnell matschig. Das Bilden von Kondenswasser bei der Lagerung unbedingt vermeiden!

Verzehrempfehlung: Vor dem Verzehr gründlich waschen und trocknen, da die Blätter oft mit Erde und Sand verunreinigt sind. Im Mix mit Nüssen, Maronen oder Obst entfaltet der Feldsalat sein gesamtes Geschmacksspektrum.

Kopfsalat

Der bekannteste und beliebteste Salat bei den deutschen Verbrauchern. Große grüne Blätter mit gelbem Herz und butterweicher Konsistenz zeichnen diese Sorte aus.

Geschmack: mild, würzig

Haltbarkeit & Lagerung: Kühl lagern und möglichst schnell verzehren.

Verzehrempfehlung: Die großen Blätter können gut zur Dekoration oder klassisch als Basis für diverse Salatvariationen verwendet werden.

Lollo Rosso & Lollo Bionda

Genau genommen handelt es sich bei dieser Sorte nicht um einen Salatkopf, sondern eine Rosette. Diese italienische Sorte, die von Mai bis Oktober im Freiland wächst, hat ein farbenfrohes Naturell und kommt in den Farbtönen von grün bis weinrot daher.

Geschmack: herb, würzig

Lagerung & Haltbarkeit: In Folie eingehüllt bis zu drei Tage. Vorsicht: nicht zu kalt lagern!

Verzehrempfehlung: Wunderbar in Kombination mit würzigen Dressings oder auch als Dekoration von kalten Platten gut geeignet.

Radicchio

Ebenfalls ein italienischer Vertreter, der es geschmacklich in sich hat. Korrekt ausgesprochen als „Radi-kio“ zeichnet er sich neben seinen charakteristisch weinrot-weißen Blättern durch einen bitteren Geschmack aus.

Geschmack: bitter

Lagerung & Haltbarkeit: In einem Tuch eingewickelt hält er sich etwa eine Woche.

Verzehrempfehlung: Er kann ebenfalls gedünstet, gebraten, gegrillt oder pur verzehrt werden. Vor allem in Kombination mit Brie, Taleggio und Nuss entfaltet er sein volles Aroma.

Romana-Salat

Als eine der ältesten Salatsorten (auch als Römersalat bekannt) ist sie widerstandsfähig. Selbst nach Kontakt mit Dressing fallen die Blätter nicht so schnell zusammen. Im Sommer wird er aus heimischer Produktion angeboten.

Geschmack: mild, süßlich

Lagerung & Haltbarkeit: Generell mehrere Tage in Folien oder Dosen haltbar. Durch Kontakt der Stiele mit angefeuchteten Tüchern halten die Köpfe länger frisch.

Verzehrempfehlung: Klassisch findet diese Sorte im Caesar-Salad Verwendung, aber auch als Suppenbeilage oder in gratinierter Form.
Qualit├Ątssicherung bei frischen Lebensmitteln
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Rucola

Diese Sorte hat ihre Heimat in Italien gefunden. Bei uns kommt sie als Rauke vor. Geerntet sollte Rucola schnell verarbeitet und verzehrt werden, da die Blätter rasch welken. Er ist reich an Folsäure, Vitamin C, Kalium, Calcium.

Geschmack: nussig, scharf

Haltbarkeit & Lagerung: Kühl gelagert, zwei bis drei Tage haltbar. Trick: Blätter in kaltes Wasser legen und Enden kürzen, damit diese wieder straffer werden.

Verzehrempfehlung: Rucola eignet sich mit seinem nussigen, pikanten Geschmack als Begleiter zu Tomaten, Oliven, Pinienkernen und bietet auch eine ideale Basis für Pesto.