Warenwissen Obst & Gemüse

Frische lässt sich perfekt inszenieren. Gut, wenn das Personal die richtigen Informationen für das Kundengespräch parat hat. Einige grundsätzliche Warenwissen-Infos im Überblick.
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1 Brokkoli

— Warenkunde: Das Gemüse ist verwandt mit Blumenkohl. Er schmeckt fein-aromatisch. Die fleischigen Stiele erinnern im Geschmack an Spargel.

— Handling: Auf Frische-Anzeichen achten: Frisch ist Brokkoli, wenn die kleinen Blüten noch nicht aufgegangen sind und sich noch nicht gelb verfärbt haben. Blätter und Stiele müssen fest und grün sein.

— POS-Tipp: Vorsicht bei der Platzierung in der Auslage: Das Gemüse ist licht-, wärme- und druckempfindlich und sollte möglichst bald zubereitet werden.

2 Paprika

— Warenkunde: Man bezeichnet Paprikafrüchte allgemein als „Schoten“, botanisch gesehen sind es jedoch hohle Beeren mit fleischiger Wand.

— Handling: Paprika nicht zu kühl lagern. Ebenfalls sinnvoll, soweit im Markt umsetzbar: geringe Luftfeuchtigkeit und wenig Licht.

— POS-Tipp: Weisen Sie auf die Besonderheit der Farben hin: Von der Farbe lässt sich auf den Geschmack schließen. Holen Sie dazu Rat aus der Fachabteilung Ihrer Handelszentrale ein.

3 Banane

— Warenkunde: Standardsorte ist die gelbe Obstbanane, die im LEH angeboten wird. Ursprung: Spanien, Afrika, Karibik, Lateinamerika.

— Handling: Den Stil der Bananen in Frischhaltefolie wickeln, so reifen sie langsamer. Nicht zu eng legen und nicht quetschen, um Druckstellen zu vermeiden.

— POS-Tipp: Verwenden Sie Bananen oft für Verkostungen im Markt – etwa für die selbstgemachten Fruchtbecher an der Saftbar.

4 Blumenkohl

— Warenkunde: Eine der beliebtesten Kohlarten. Es gibt mehrere Farben. Die weiße Version verdankt er den schützenden Hüllblättern, die Sonnenlicht fernhalten.

— Handling: Zubereitungsarten reichen von Salat über Suppe, Beilage und Auflauf bis zum überbackenen oder gefüllten Blumenkohl.

— POS-Tipp: Besonderheit erklären: Blumenkohl ist so bekömmlich, dass er sich grundsätzlich auch für Schonkost eignet.

5 Ananas

— Warenkunde: Sie entstammt einer großen Familie aus mehr als 100 Sorten, von denen jedoch nur wenige den deutschen Markt erreichen.

— Handling: Ananas-Früchte werden immer reif geerntet. Ob das Äußere grün oder braun ist, sagt nichts über die Reife aus. Man erkennt sie am ausgeprägten Duft und an der Druckempfindlichkeit.

— POS-Tipp: Eignet sich als Fresh-Cut-Angebot in der Obstschale. Keine Lücken in der Auslage entstehen lassen, weil diese bei der großen Frucht schneller auffallen.

6 Avocado

— Warenkunde: Sie ist hell- oder dunkelgrün, dunkelviolett oder fast schwarz. Auf den deutschen Markt kommt sie meist aus Spanien, Israel, Südafrika oder Kenia.

— Handling: Die Frucht in zwei Hälften teilen. Stein entfernen, die Haut abschälen und das Fruchtfleisch mit Zitronensaft beträufeln, damit es nicht dunkel wird.

— POS-Tipp: Avocado in der Auslage nach Reifegrad kennzeichnen. Auch Verwendungsmöglicheit nennen – etwa in der Grillsaison.

7 Aubergine

— Warenkunde: Auberginen gehören zu den Nachtschattengewächsen. Die Wildform war weiß und hatte etwa die Größe eines Hühnereis. Daher auch der zweite Name Eierfrucht.

— Handling: Möglichst separat von anderen Früchten präsentieren. Nicht zu kühl lagern. Eine überreife Frucht erkennt man nach dem Aufschneiden an schwammigem Fruchtfleisch.

— POS-Tipp: Kunden auf Verwendungen hinweisen: Braten, grillen, füllen, gratinieren – es gibt viele Rezepte.

8 Orange

— Warenkunde: Orangen, auch Apfelsinen genannt, kommen je nach Jahreszeit aus verschiedenen Ländern.

— Handling: Früchte auf unversehrte Schale kontrollieren. Orangen verraten ihren Reifegrad nicht durch die Farbe der Schale.

— POS-Tipp: Prominent platzieren, Sorten übersichtlich nebeneinander anordnen. Getrennt von anderem Obst präsentieren.

9 Heidelbeeren

— Warenkunde: Sie wachsen an niedrigen, buschigen Sträuchern, die botanisch zu den Heidekrautgewächsen gehören.

— Handling: Heidelbeeren sind empfindlich. Besonders darauf achten, dass sie nicht zerdrückt werden.

— POS-Tipp: Einheimische Früchte präsentieren. Regionalität zeigen. Kunden auch die Verwendung für Konfitüren oder Gelee aufzeigen.

10 Kiwi

— Warenkunde: Sie ist klein, länglich-oval und olivgrün. Unter der Haut liegt das saftige Fruchtfleisch, das säuerlich schmeckt. Eine einzige Kiwi deckt mehrfach den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.

— Handling: Halbieren und auslöffeln oder Schale mit dem Schäler entfernen und Frucht in Scheiben schneiden.

— POS-Tipp: Einschichtig präsentieren, weil sich sonst schneller faulende Stellen bilden können.

11 Apfel

— Warenkunde: Weltweit gibt es etwa 20.000 verschiedene Apfelsorten, rund 1.000 werden in Deutschland angebaut. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind hierzulande nur etwa 100.

— Handling: Äpfel kühl lagern, aber nicht Frost aussetzen. Äpfel mit hohem Säuregehalt werden oft zu Apfelmus oder Kompott verarbeitet.

— POS-Tipp: Mehrere Sorten anbieten und klar Namen kennzeichnen. Tipp für die Auslage: Hinweis am Stand auf Geschmack – etwa von süß bis sauer.

12 Granatapfel

— Warenkunde: Auch „Liebesfrucht“ genannt. Er ist prall und dunkelrot, hat die Form einer Zwiebel und kann bis zu 500 Gramm wiegen. Ursprung ist Südeuropa, Ägypten, Iran.

— Handling: Die Frucht rollen oder etwas kneten, damit sich die Samen besser lösen lassen. Dann den Granatapfel halbieren und auslöffeln.

— POS-Tipp: Rezeptideen und Verkostungen bieten. Die Samen eignen sich etwa für Obstsalate und Desserts.