Warenwissen Brot

Kein anderes Land vertreibt so viele Brotsorten wie Deutschland. Nicht ohne Grund zählt die deutsche Brotkultur daher zum Weltkulturerbe. Mehr als 3.000 Varianten werden vom Deutschen Brotinstitut offiziell geführt. Erfahren Sie hier alles über die 10 beliebtesten Sorten Ihrer Kunden.
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Eiweißbrot

Der neue Hit für den fitnessbewussten Kunden: Das Eiweißbrot. Durch die Verwendung proteinreicher Zutaten, wie Eiweiß, Molkeprodukte und Kerne, ist es als Low-Carb-Produkt in aller Munde. Allerdings ist zu beachten, dass dadurch sowohl der Fett- als auch der Kaloriengehalt höher ist als bei herkömmlichen Brotsorten. Der gewünschte Effekt des Abnehmens und Muskelaufbaus ist daher realistisch zu betrachten.

Fladenbrot

Wie kürzlich gefundene Brotreste belegen, zählt das Fladenbrot zu den ältesten Brotsorten der Welt. Genau genommen handelt es sich um ein Weißbrot, welches aber flach ausgerollt wird und sehr weich ist. Klassischerweise wird es zu mediterranen oder arabischen Spezialitäten in Stücke gebrochen gereicht.

Knäckebrot

Ob Mehrkorn, Sesam oder Roggen, dieser knusprige Vertreter mit Ursprung in Skandinavien kommt nicht nur bei dem kalorienbewussten Kunden gut an. Beim Trocknen der 4 bis 5 Millimeter dicken Scheiben sinkt der Wassergehalt auf bis zu 5 Prozent. Dadurch ist Knäckebrot lange haltbar und eignet sich perfekt als Snack für Zwischendurch. Ideal für eine großzügige Platzierung im Brotregal.

Mischbrot

Wie der Name schon verrät, handelt es sich um ein Teiggemisch aus Roggen und Weizen. Je höher der Anteil an Roggenmehl, desto dunkler ist das Brot. Es können aber auch andere Mehlsorten enthalten sein. Auch hier gilt: Harte Schale (oder Kruste) und weicher Kern.

Pumpernickel

Aus Westfalen in die weite Welt: Pumpernickel ist über die Landesgrenzen als deutsche Spezialität bekannt. Das Besondere: Es wird gekocht, nicht gebacken – und das für bis zu 16 Stunden. Dadurch wird der im Schrot enthaltene Zucker gelöst, und das Brot erhält eine leicht süßliche Note und ist sehr lange haltbar.

Sauerteigbrot

Schon die alten Ägypter haben vor 2.000 Jahren in Steinöfen Sauerteigbrot gebacken. Ein guter Sauerteig benötigt neben den Hauptzutaten Mehl und Wasser vor allem Zeit. Durch das 15-stündige Ruhen entwickeln die natürlich enthaltenen Bakterien Gärstoffe, die den Teig aufgehen lassen. Die gebildeten Essig- und Milchsäuren bewirken eine lockere Porenstruktur der Krumme und eine längere Haltbarkeit.

Schrotbrot

Für die Zubereitung dieses Brotes benötigt der Bäcker Vollkornschrot. Beim Schroten der Körner werden hier die Keimlinge nicht entfernt. Dadurch muss der Teig vom Bäcker aufwändiger bearbeitet werden, um die Quellung der Schalenbestandteile zu ermöglichen. Denn je besser diese quellen, desto lockerer und saftiger das Brot. Ein Vertreter des Schrotbrotes ist der Pumpernickel.

Toastbrot

Bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt, ist das Toastbrot eine länger haltbare Alternative zu den frisch- oder aufgebackenen Brotsorten. Beliebt ist es vor allem, weil es roh weich und getoastet knusprig-kross ist. Mittlerweile gibt es neben dem klassischen Weizentoast auch viele andere Sorten, die sowohl roh als auch getoastet viel her machen.
Fakten rund um Brot
Ciabatta heißt übersetzt „Hausschuh“. Die Form des Brotes erinnert tatsächlich an einen langen, eher flachen Latschen.

Brot und Bier haben viel gemeinsam, wenn man ihre Grundzutaten Weizen, Wasser und Hefe betrachtet. Tatsächlich waren früher viele Bierbrauer auch für ihr gutes Brot bekannt.

Je dunkler das Brot, desto mehr Roggenmehl ist enthalten? Falsch! Einige Bäckereien mischen dem Brot Malzextrakt hinzu um die gewünschte Färbung zu erzielen. Daher ist ein genauer Blick auf die Zutatenliste gefragt.

Brot war früher ein Mitbringsel auf Wanderschaft und wurde, eingewickelt in ein Tuch, an den Wanderstock gehängt. So kam vermutlich auch der Name des Baguettes zustande, welches übersetzt zu Deutsch „Stöckchen“ bedeutet.

Frisches Brot fühlt sich in einem Brotsack am wohlsten. In Plastikverpackungen fängt das Brot oft an zu schwitzen und schimmelt schneller.

Der Kurs Backwaren von LZ direkt Training liefert alles Wissenswerte zu den Brottypen, zu Historie, Herstellung und den immer bedeutsameren Prebake-Stationen.

Vollkornbrot

Vollkornbrote enthalten zu 90 Prozent Roggen-, Weizen- oder Dinkelvollkorngetreide. Durch den hohen Anteil an Vollkornmehl ist es besonders reich an Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen. Neben dem würzig-nussartigen Geschmack macht es durch den hohen Ballaststoffgehalt lange satt.

Weißbrot

Weiß- oder Weizenbrot besteht, wie der Name schon sagt, zu mindestens 90 Prozent aus Weizenmehl. Vor allem bei unseren europäischen Nachbarn ist dieses Brot in Form von Baguette oder Ciabatta beliebt. Es muss allerdings schnell verzehrt werden, da es leider schnell austrocknet und dann nur noch als „Armer Ritter“, „Crostini“ oder gemahlen als Paniermehl wiederverwendet werden kann.
Wissenswert