Technologie: So wird Leergut zum Vergnügen
Technologie

So wird Leergut zum Vergnügen

tomra
Einzelgebinde einwerfen war gestern.
Einzelgebinde einwerfen war gestern.

Wen nervt Leergut eigentlich mehr. Den Kunden? Oder die Mitarbeiter im Markt? Dank Technik gibt es zumindest eine Lösung, die Leergut in Tsunami-Ausmaßen bewältigt.

Was macht der Mann da in dem Video? Er schleppt einen großen Sack voller Leergut, bunt gemischt, zum Leergutautomaten in einem norwegischen Coop.
Das kann ja dauern.

Tut es nicht.

Auf Knopfdruck öffnet ihm sich eine Mülltonnendeckel-große Schleuse am Automaten.
Er kippt einfach das ganze Leergut hinein.
In einem Schwung.
Ohne zu sortieren.

Darf der das?
Er darf. Und er kann.

Und bekommt ruckzuck 195 norwegische Kronen (rund 20 Euro) ausgezahlt.

Faszinierend?
In jedem Fall.
Allein bei Facebook haben das Video inzwischen über 8 Millionen Menschen gesehen. Also theoretisch jeder Norweger (5,4 Millionen Einwohner) und noch ein paar Millionen andere Menschen.

Vielleicht hat auch Tomra mitgeholfen.
Das norwegische Unternehmen baut ja bekanntlich Leergutrücknahmeautomaten und hat auch dieses "Monster" entwickelt.
Das Modell nennt sich "Tomra R1 - Die Revolution". Kunden können laut Datenblatt bis zu 100 PET-Flaschen und Dosen auf einmal in die große Öffnung des Tomra R1 hineinschütten. Das soll den Rückgabeprozess bis zu 5-mal schneller machen. Tomra wirbt zudem damit, dass das einfache Handling sogar Neukunden in den Markt zieht.
Einserseits muss man so viel Leergut natürlich auch wollen und die beträchtliche Investition wuppen. Andererseits dürften Kunden den Umgang mit Einzelgebinden beim Anblick eines solchen Videos schnell als Steinzeit-Technologie empfinden. Da kann dann so ein Modell, in Deutschland auch punktuell (zum Beispiel Edeka Massak, Kronach) schon im Einsatz, ein Wettbewerbsvorteil sein.

Und dann wird man Leergut wollen.

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