POS-Check: Erfolgsideen für Wein, Whiskey und...
POS-Check

Erfolgsideen für Wein, Whiskey und Wachstum

Michael Löwa
Fachberater Dirk Wagner: Mut zu Höherpreisigem.
Fachberater Dirk Wagner: Mut zu Höherpreisigem.

Raritäten, ausgesuchte Weingüter und gute Übersicht – das macht die Weinabteilung von Edeka Gebrüder Gotthardt in Duderstadt zum Vorbild. Fachberater Dirk Wagner sagt, welche Erfolgsideen funktionieren.

Dirk Wagner bietet bei Edeka Gebrüder Gotthardt auf 380 Quadratmetern 1.700 Produkte. Seine Verkaufstipps:

Deutsche Weine


Sie demonstrieren Regionalität und Nachhaltigkeit. Dazu gehört, einige ausgesuchte Weingüter zu führen. Bei Edeka Gotthardt sind es etwa das Weingut Bürgermeister Schweinhardt von der Nahe, Peter Stolleis aus der Pfalz oder Carl Loewen von der Mosel. Es gibt aktuell einen deutlichen Trend zu Rosé-Weinen aus Deutschland, aber auch Frankreich und Italien.

Raritäten zur Profilierung

 
Um Kompetenz in der Weinabteilung darzustellen, hochwertige Weine anbieten: etwa Premium-Supertuscan-Weine wie den „Ornellaia“. Grand-Cru-Weine aus Bordeaux und Burgund gehören zum höherpreisigen Segment und sind ein gern gewähltes Geschenk.
Die Lounge ist mit einem Weindispenser ausgestattet, um bei Proben die Anbrüche frisch zu halten und variieren zu können.
Michael Löwa
Die Lounge ist mit einem Weindispenser ausgestattet, um bei Proben die Anbrüche frisch zu halten und variieren zu können.

Platzierung nach Herkunft

Deutschland nach Anbaugebieten sortieren – dann nach Weinländern Frankreich, Italien, Spanien und Übersee. Gut sichtbar in Gondelköpfen höherwertige Weingüter präsentieren. Weine der Einstiegsklasse am Hauptlaufweg der Kundschaft platzieren.

Mehr Mut bei Sekt & Champagner

Standards nutzen, Trends wie aromatisierten Sekt bieten und viel Mut zu Höherpreisigem: Darauf setzt Dirk Wagner bei Sekt & Champagner.
Inszenierung ist wichtig. In den Kisten sind unten echte Weinböden, beispielsweise Schieferplatten oder Steinerde, teils mit Fossilien.
Michael Löwa
Inszenierung ist wichtig. In den Kisten sind unten echte Weinböden, beispielsweise Schieferplatten oder Steinerde, teils mit Fossilien.

Halbtrockene Champagner

Das Champagner-Segment sollte Demi-Sec-Champagner enthalten, um neue Kunden heranzuführen. Bei Sekt sind Klassiker wichtig, etwa von Sektkellerei Rotkäppchen. Ebenso gehört Deutscher Winzersekt ins Regal.
Hier finden sich hochpreisige und prominente Gewächse wie Grand Cru und Sorten mit dreistelligen Verkaufspreisen, darunter Supertoskaner.
Michael Löwa
Hier finden sich hochpreisige und prominente Gewächse wie Grand Cru und Sorten mit dreistelligen Verkaufspreisen, darunter Supertoskaner.

Aromatisierte Sekte

Diese erfreuen sich großer Beliebtheit. „Jive“ beispielsweise ist seit Jahren ein Verkaufsschlager. Viele aromatisierte Sekte sind neu hinzugekommen, die den Trend ungebrochen fortsetzen. Diese Produktkategorie lässt sich bei Edeka Gotthardt ganzjährig gut verkaufen.

Hochpreisiges

Händler sollten den Mut haben, höherpreisige Schaumweine ins Sortiment zu nehmen. Zunächst kleinere Mengen beziehen und testen, wie sie bei den Kunden ankommen. Edeka Gotthardt führt etwa den Jahrgangs-Champagner Louis Roederer Cristal. Er gilt als „frisch und facettenreich“.

Gin, Whiskey, zunehmend Rum

 
Gin, Whiskey, zunehmend Rum: Die Trendspirituosen machen Spaß im Verkauf. Gefragt sind zudem Mixspirituosen für Cocktails.

Heimatnahe Produktion

Kunden überraschen mit lokalen und regionalen Spirituosen: etwa mit einheimischen Produkten. Bei Whiskey sind ebenfalls deutsche Produkte erfolgreich, beispielsweise von der Brennerei Emil Scheibel. Deutsche Whiskeys können trotz ihrer kurzen Lagerzeit in der Qualität überzeugen.
Besser verkaufen
Kundenansprache
Sortimentvielfalt wirken lassen, Kundschaft spät und dezent ansprechen. Bei der Ansprache nach dem Anlass fragen – etwa Geschenk oder Genuss zu Hause. Für Fragen nach Kundenwünschen eignet sich die Einteilung in Regionales, nationale Sorten oder internationale Marken.

Verkostung
Weine in der Reihenfolge von trocken nach lieblich probieren lassen. Bei Champagner zu den meist trockenen gezielt liebliche Alternativen anbieten. Bei den Spirituosen erst das Geschmacksprofil erfragen – beispielsweise, ob es rauchiger Whiskey sein soll oder milder.
 
Profilierung
Auf Besonderheiten hinweisen, etwa auf den in derselben Stadt produzierten Gin. Lokale Produkte als Mitbringsel für Touristen herausstellen. Anschauliche Produktinformationen bieten, beispielsweise auf per Hand beschrifteten Tafeln. Die Raritäten als Blickfang platzieren.

Dauertrend Gin

Nach wie vor ist Gin im Wachstum. Zugleich bleibt Whiskey stark nachgefragt, Rum ist immer mehr im Kommen. Hier laufen leicht gesüßte Sorten am besten.

Renner und Raritäten

 
Lillet und Aperol sind die Renner. Beim Lillet holt der Rosé aktuell auf. Generell sind Spirituosen für Mixgetränke und Cocktails gefragt. Im gesamten Spirituosen-Sortiment sind Sonderabfüllungen und spezielle Fasslagerung sowie Jubiläumsausgaben sinnvolle Raritäten, um Kompetenz zu zeigen. Zudem kommen Sie mit Sonderabfüllungen bei Sammlern gut an.
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