Nachhaltigkeit: Tiefkühlprodukte werden grüne...
Nachhaltigkeit

Tiefkühlprodukte werden grüner und gesünder

IMAGO / Panthermedia

Tiefkühlprodukte beugen Lebensmittelverschwendung vor, da sie besser bevorratet werden können. Hersteller setzen sich darüber hinaus immer stärker mit Nachhaltigkeit auseinander. Der Fokus liegt auf Clean Label und Verpackung. Zudem gibt es immer mehr fleischlose Alternativen.

Dirk Guldner - guldner.de
Thomas Ludsteck, Geschäftsführer Nestlé Wagner
Wir möchten bis 2050 klimaneutral werden. Vegane und vegetarische Lebensmittel wie die neuen ‚Piccolinis‘ tragen dazu bei. Im Vergleich zu einer Salami-Käse-Variante verringert sich der CO2-Fußabdruck bei fleischlosen Produkten um bis zu einem Drittel. Zudem sind unsere Rezepte nachhaltiger, weil wir das Milchpulver aus dem Teig genommen haben. Wir nutzen zu 100 Prozent Grünstrom, und bis Ende 2021 verlagern wir den Tomaten-Transport komplett auf die Schiene.
Susanne Freitag / Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG
Christiane Koßmann, Marketingmanagerin Pizza, Dr. Oetker
Im Rahmen unserer ‚Sustainability Charter‘ haben wir uns zu konkreten Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. Schon im nächsten Jahr gewährleisten wir Klimaneutralität an unseren eigenen Standorten. Bis 2025 möchten wir den Einsatz von Salz, Zucker und Fett um bis zu 20 Prozent reduzieren. Zudem sorgen wir für eine 100-prozentige Recyclingfähigkeit bei allen Verpackungsmaterialien. Unsere Pizzakartons und -folien können schon heute nahezu vollständig recycelt werden.

Winfried Heinze / b.lateral GmbH & Co. KG
Alexander Schmidt, Vertriebschef, Followfood
Wichtig ist es, Konsumenten Orientierung zu geben, worauf beim Bio-Einkauf zu achten ist. Etwa bei Tiefkühl-Fisch mit Bio-Aqua-Kultur oder MSC-Siegel. Auch mit Fairtrade als Zertifizierung von Fischprodukten kann man überzeugen, bei TK-Gemüse und TK-Fertigprodukten gilt EU-Bio als Mindeststandard. Besser sind strengere Siegel, etwa von Demeter. Außerdem erleben wir, dass zunehmend Wert auf die Klimaneutralität von Produkten gelegt wird – ein Top-Verkaufsargument.

Sandelmann Fotografie
Andreas Kremer, Direktor Unternehmenskommunikation, Deutsche See
Bei uns beginnt alles mit dem Einkauf: Wir beziehen unseren Fisch von verantwortungsvollen Fischereibetrieben und Züchtern, die wir meist seit vielen Jahren kennen und persönlich auditieren. Wir haben unsere eigenen hohen Standards und daneben das mit Abstand größte zertifizierte Fischsortiment im deutschen Markt. Fisch ist einfach Vertrauenssache und ein Geschenk, das wir in allen Dimensionen hegen, schützen und pflegen sollten.

McCain
Sabine Weber, Marketingmanagerin Handel, McCain
Wir handeln als Familienunternehmen nach der Maxime ‚Unsere Wurzeln sind unser Antrieb‘. Seit 2008 haben wir große Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit gemacht. Aber wir wollen noch mehr und haben uns ehrgeizige Ziele für 2025 und 2030 gesetzt. Der Bericht basiert auf vier Säulen, die uns besonders am Herzen liegen: intelligente und nachhaltige Landwirtschaft, ressourcenschonende Herstellung, gute Lebensmittel und Unterstützung lokaler Gemeinschaften.

Conditorei Coppenrath & Wiese
Dorothee Reiering-Böggemann, Marketingleiterin, Conditorei Coppenrath & Wiese
Tiefkühlprodukte leisten einen Beitrag zum nachhaltigen Lebensstil, weil durch Bevorratung Food Waste minimiert wird. Wir verstehen Nachhaltigkeit als einen dauerhaften Prozess, an dem wir schon seit mehr als 15 Jahren arbeiten und immer wieder neue Ziele erreichen. Das fängt bei unseren Zutaten an, die wir möglichst regional einkaufen, geht weiter über die schonende Nutzung natürlicher Ressourcen in der Herstellung bis zu unserer zukunftsorientierten Personalpolitik.
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