Gastbeitrag: Ronaldo blamiert Cola: Wie der P...
Gastbeitrag

Ronaldo blamiert Cola: Wie der POS das jetzt nutzen kann

screenshot: youtube
Bei der offiziellen Pressekonferenz räumt Ronaldo demonstrativ die Cola-Flaschen weg.
Bei der offiziellen Pressekonferenz räumt Ronaldo demonstrativ die Cola-Flaschen weg.

Cristiano Ronaldo schiebt bei der Pressekonferenz die Coca-Cola beiseite und hält seine Wasserflasche hoch. Was kann der POS aus dieser Botschaft machen? Ein Gastbeitrag von Heiner Wolters, Geschäftsführer bei Fachingen Heil- und Mineralbrunnen.

Cristiano Ronaldo - ein Weltstar mit persönlichem Statement für das Getränk Wasser. Und Coca-Cola? Nein, danke!

Ronaldos Anti-Cola-Aktion


Wer kennt ihn nicht? Ronaldo, portugiesischer Fußball-Star, der als Typ polarisiert und mit seinen mittlerweile 36 Jahren ein absoluter Ausnahme Sportler mit anerkannter Top-Fitness ist. Er sammelte immer wieder in seinen Vereinen und mit der Nationalmannschaft Erfolge, Pokale und Titelgewinne und ist selbst als Torschütze ein Garant für die Titel-Chance. 
Daneben werden ihm Star-Allüren (eitel, selbstverliebt, Sportwagensammler) neidvoll zugeschrieben. Aber er hat auch ein großes Herz und engagiert sich sozial in vielen Projekten. Darüber hinaus hat er weltweit eine riesige Fan-Gemeinde.
Über Heiner Wolters
Heiner Wolters ist seit 2014 Geschäftsführer der Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH. Das Unternehmen gilt als Marktführer im Bereich Heilwasser. Wolters war zuvor unter anderem Marketingleiter bei Katjes Fassin und Sinzinger Mineralbrunnen.
wolters
Fachingen
Ihm folgen viele Millionen Follower männlich und weiblich in den beliebten sozialen Medien. Als Star nutzt er natürlich auch seine Vorbildfunktion, was die Themen Disziplin und Ernährung angeht. So verzichtet er ganz bewusst auf zuckerhaltige Lebensmittel. Er gilt in der Fußball-Szene als extrem gesundheitsbewusst und sogar als Gesundheitsfanatiker. Und die sichtbare Fitness belegt seine Lebensweise.

Er ist selbstbewusst und weiß um seine öffentliche Wirkung, die er aktuell mit großer Reichweite mit einer symbolischen Handlung bei der Pressekonferenz zur Europameisterschaft genutzt hat. Ja, er hat es getan! Er traut sich was. Live vor laufender Kamera.
"Das ist eindeutig als Appell an die Zuschauer vor dem Fernseher zu verstehen."
Er verletzt eine goldene Regel, eine längst gewohnte Inszenierung des langjährigen Getränkesponsors Coca-Cola bei allen großen internationalen Fußballturnieren und räumt die beiden Cola-Flaschen beiseite und hebt stattdessen eine Flasche Wasser hoch und sagt auch noch auffordernd „Agua“. Eindeutig als Appell an die Zuschauer vor dem Fernseher zu verstehen, lieber Wasser zu trinken als die coffeinhaltige Brause des Weltkonzerns.

Steilvorlage für das Naturprodukt Wasser

Mit diesem offenen Tabu-Bruch und seiner gerade auch für Kinder verständlichen Aktion setzt Ronaldo eine mediale Welle viral in Gang, mit zwei klaren Botschaften:

Erstens: Trinkt Wasser.
Zweitens: Ich mag diese Nähe von Coca-Cola zu mir nicht.
Cristiano Ronaldo der Abräumer holt Cola-Flaschen vom Podium. Cola? Nein, danke!

WOW! Das war ein Treffer. Eingeschlagen wie der Ball so oft bei einem Freistoß von ihm kraftvoll und unhaltbar ins Tornetz.

Was tritt er gleichzeitig mit dieser Aktion am Pressekonferenz-Tisch los?

Er gibt eine Steilvorlage für das Naturprodukt Wasser.
Er hinterfragt die Finanzierung solcher Großereignisse und des Sports durch Sponsoren, an die sich die Menschen unkritisch längst gewöhnt haben.
Mit dem Anspruch des Sponsors für einen hohen Millionen-Betrag das alleinige Recht einzufordern die TV-Präsenz über exklusive Bandenwerbung, Ausschank in den Stadien, sowie vor und nach dem Spiel bei allenPressekonferenzen im direkten Blickfeld zu den Stars und Coaches sichtbar zu sein.
"Ich kann jetzt nicht empfehlen einen Ronaldo als Pappfigur aufzustellen."

Bewusst und unbewusst wird damit suggeriert, bei Dir darf die Coke nicht fehlen, wenn Du dazu gehören willst. Und Zugehörigkeit ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis. Eine Sehnsucht, ein emotionales Verlangen. Und das bedienen die amerikanischen Konzerne hervorragend, nicht nur Coca-Cola und McDonalds, sondern in Promotions auch Pepsi mit Foto- Editions-Getränken mit Deinen Fußball-Stars etc.

Wie der POS von der viralen Welle profitieren kann

Dabei ist GESUNDHEIT ein echter MEGA-Trend, der auch durch geeignete Produkte sowohl zum Alltag als auch Leistungssport und Freizeitsport viel passender ist.
Das ist eine klare Message von Ronaldo. 

Und wie kann man das am POS im Getränkemarkt in Szene setzen?
Trink lieber Wasser. Das ist gut für Dich. Ohne Zucker, ohne Kalorien. Mit Mineralien. 
Ich kann jetzt nicht empfehlen einen Ronaldo als Pappfigur aufzustellen und bei der Vorzugsplatzierung für die Kategorie Wasser zum Beispiel im Eingangsbereich zu verwenden.

Da sieht Ronaldo seine Persönlichkeitsrechte sicher verletzt.

Ranking: Die Cola-Top-10

Aber seine Botschaft, den Fokus der Menschen auf das gesündere Getränk zu lenken, sozusagen dafür die Bühne zu bieten oder das Scheinwerferlicht auszurichten, kann man sicher attraktiv umsetzen.
Emotional, lebenswichtig und mit positivem Gefühl. Geben Sie Tipps zum richtigen Trinken, worauf man bei der Auswahl von Getränken achten sollte und warum Natrium wichtig ist für die Flüssigkeitsbalance.

Der menschliche Körper besteht überwiegend aus Wasser. Gib ihm also was er dringend braucht zurück. Damit weckt man ein gutes Lebensgefühl ohne Marketing.

Enjoy it. Always … Ach nein.
Sie wissen schon, und danke an Ronaldo für seinen Weckruf.
Bleiben Sie gesund. Für viele wird Gesundheit erst wichtig, wenn sie verloren gegangen ist.

LZdirekt.de veröffentlicht in loser Folge Gastbeiträge von Branchenexperten zu Themen rund um den POS.
stats