Zugangskontrolle: Was Ladendiebe gar nicht mö...
Zugangskontrolle

Was Ladendiebe gar nicht mögen: Technik statt Türsteher

Edeka
Edeka hat mit dem Startup Blipstream einen digitalen Kundenzähler entwickelt. Derartige Systeme lassen sich mit weiteren Systemen vernetzen, die zusätzliche Daten zu den Kundenströmen sammeln.
Edeka hat mit dem Startup Blipstream einen digitalen Kundenzähler entwickelt. Derartige Systeme lassen sich mit weiteren Systemen vernetzen, die zusätzliche Daten zu den Kundenströmen sammeln.

Elektronische Zugangskontrollen geben nicht nur Aufschluss über die Anzahl der Kunden auf der Fläche, sie messen auch deren Bewegungsradius. Das macht es Ladendieben schwer, unentdeckt zu bleiben.

Rund vier Milliarden Euro Verluste entstehen dem deutschen Einzelhandel allein durch Ladendiebstahl. Im Lebensmitteleinzelhandel klauen Kunden, nach Angaben des EHI Retail Institute, jedes Jahr Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro. Vor allem Diebstähle durch kriminelle Banden nehmen zu. Erschwerend ist, dass sich vor allem außerhalb der Peak-Zeiten weniger Personal in den Filialen befindet. Das macht es schwieriger, eine Flächenaufsicht zu gewährleisten.

Wärmesensoren messen Bewegungen

„Vor allem in großflächigen Märkten oder solchen, die stark zugebaut sind, ist es für Mitarbeiter auf der Fläche oftmals schwierig, den Überblick zu behalten“, betont Jens Wolter, Sales Manager Food bei Checkpoint Systems. „Daher haben wir ein System entwickelt, dass mithilfe von Wämesensoren herausfiltert, wo im Laden sich die Kunden aufhalten.“
Hier gibts noch mehr Innovationen
Der Lebensmittelhandel investiert zunehmend in die Digitalisierung der Läden. Wie High-Tech und Software am Regal, an der Kasse, für Mitarbeiter und Kunden Einkaufserlebnis und Management verbessern können, das zeigt das LZ direkt Whitepaper "Retail Technology" auf insgesamt 40 Seiten. Hier geht's zum Download.
Besonders diebstahlgefährdete Produkte schützen, Bestandslücken vermeiden, offene Warenpräsentation ermöglichen oder Kunden zählen: Mit RF-Technologie, RFID-Soft- und Hardware, EAS-Antennen und Etiketten sowie Cloud-basierten Lösungen will Checkpoint Systems die Kennzeichnung, Sicherung und Verfolgung von Waren in Echtzeit von der Quelle bis zum Regal gewährleisten.

SmartOccupancy | Checkpoint Systems


Mit dem Neuprodukt SmartOccupancy hat Checkpoint Systems nun eine Lösung zur Unterstützung des Einzelhandels bei der elektronischen Zutrittskontrolle während der Covid-19-Pandemie auf den Markt gebracht, die gleichzeitig auch zur Messung und umfassenden Auswertung von Kundenfrequenzdaten nutzbar gemacht werden kann.

Beratung bieten, Diebstählen vorbeugen

„Kunden wollen sich im Markt sicher fühlen“, so Jens Wolter, „unsere Technologie misst nicht nur in Echtzeit, wie viele Kunden sich auf der Fläche befinden, sondern auch wo sie sich aufhalten.“ Verweilt ein Kunde länger als üblich an einem bestimmten Ort, beispielsweise in der Umkleidekabine oder in der Kosmetikabteilung, sendet das System ein Signal an die Smartphones der Mitarbeiter.

Auf diese Weise ist es möglich, schnell eine Person in die Abteilung zu schicken, um den Kunden gegebenenfalls zu beraten. „Diese offensive Herangehensweise beugt auch Ladendiebstählen vor“, betont der Technikexperte.

Ein ähnliches System hat auch Signatrix entwickelt. Mit dem Produkt "Signatrix Checkout" bietet das Berliner Unternehmen eine Lösung an, die Händlern die Möglichkeit gibt, automatisiert Einkaufswagen zu überwachen.
Da guckst du: Einkaufswagen und Einkaufskörbe werden optisch erkannt und verfolgt.
signatrix
Da guckst du: Einkaufswagen und Einkaufskörbe werden optisch erkannt und verfolgt.
Dabei analysiert "Signatrix Checkout" die üblichen Bilder von Überwachungskameras und meldet Auffälligkeiten. Dafür wurde es mit zehntausenden Fotos von Einkaufswagen gefüttert, damit es lernt, wie diese sich normalerweise bewegen. Ist nun einer dabei, der das nicht tut, schlägt das System Alarm. Mit "Signatrix Entrance" bietet das Unternehmen auch eine Lösung für die Zugangskontrolle.

Ranking: Die Top 10 der Ladendiebe

Produktplatzierungen gezielt einsetzen

Die neue Technik von Checkpoint Systems, aber auch von Signatrix hat noch einen weiteren Vorteil: Neben den Bewegungen von Kunden oder Einkaufswagen machen die Systeme das Verhalten der Kunden für Händler besser verständlich.
Händler erkennen, ob Kunden Beratungsbedarf haben, weil sie lange vor einer bestimmten Produktgruppe verweilen, oder auch, wie lange sich der einzelne Kunde wo in der Filiale aufhält. Mit diesen Ergebnissen können dann beispielsweise Produktplatzierungen verbessert werden.
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