Mobile Payment: Der Wandel beim Bezahlen ist ...
Mobile Payment

Der Wandel beim Bezahlen ist (fast) perfekt

IMAGO / Ikon Images
Kontaktlos bezahlen: Bequem und hygienisch.
Kontaktlos bezahlen: Bequem und hygienisch.

Ohne Bargeld zu bezahlen ist längst mehr als nur Bequemlichkeit. Es ist zunehmend eine Notwendigkeit. Diese Verhaltensänderung wird wahrscheinlich anhalten. Das bestätigt eine aktuelle Studie.

Digitale Bezahlverfahren haben in Corona-Zeiten schon aus Hygienegründen massiv an Bedeutung gewonnen. Sogar Kunden und Händler, die  das Bezahlen mit Karten oder Smartphone vielfach skeptisch sahen, haben sich fast schon widerstandslos dem neuen System geöffnet.

So ergab die jüngste multinationale Visa-Studie "Back to Business" (pdf), dass die Verbraucher ihre Bezahlgewohnheiten im Zuge der gestiegenen Sicherheitsbedenken angepasst haben: 56 Prozent nutzten in den letzten drei Monaten, wenn möglich, kontaktlose Zahlungen. Die Umfrage ergab, dass die Verbraucher auch ihre Einkaufsgewohnheiten angepasst haben, indem sie wann immer möglich online einkaufen (52 Prozent), weniger Bargeld verwenden (50 Prozent) und andere für sich einkaufen lassen, um sie dann zu bezahlen (14 Prozent).

So mobil bezahlen die Deutschen

  • In Deutschland haben 53 Prozent der Verbraucher in den letzten drei Monaten kontaktlos gezahlt.
  • 78 Prozent der deutschen Verbraucher erwarten digitale Optionen, wenn sie persönlich einkaufen.
  • Die Nutzung einer Kredit- oder Debitkarte ist die wichtigste kontaktlose Option, die Verbraucher erwarten.
  • (62 Prozent), gefolgt von mobilen Bezahl-Apps (30 Prozent) und dem Bezahlen mit einer mobilen Geldbörse (16 Prozent).
  • Drei von fünf (60 Prozent) deutschen Verbrauchern würden kontaktloses Bezahlen gerne genauso häufig oder sogar häufiger nutzen als sie sie derzeit nutzen.

Da ist, das zeigt der internationale Vergleich, aber auch noch Luft nach oben. Der Trend aber, das glaubt man bei Visa, ist unumkehrbar. Komfort, Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Zahlungsweise würden als Standard gesehen und zur Gewohnheit werden, wenn die Pandemie vorbei ist. Die Zahlen scheinen das zu bestätigen: Nur 17 Prozent der Verbraucher würden zu ihren alten Zahlungsmethoden zurückkehren, selbst wenn die nach einer Impfung sicher wäre.

Schon eine Visa-Studie im Sommer 2020 („Mobile Payment Monitor 2020“) belegte, dass die mit der COVID-19-Pandemie einhergehenden Hygienebedenken nicht der einzige Grund für das Umdenken der Verbraucher sind. Tatsächlich spielen Convenience-Aspekte bei den Konsumenten sogar eine wichtigere Rolle als die Hygiene.

Am wichtigsten ist es den Befragten, den Überblick über ihre Ausgaben zu behalten – darauf legen neun von zehn Konsumenten (90 Prozent) Wert. Sechs von zehn (61 Prozent) möchten sofort sehen, wie viel Geld sie wo ausgegeben haben. Fast genauso viele (59 Prozent) legen Wert darauf, vor einem Kauf nicht mehr zum Geldautomaten zu müssen und jede:r Zweite (51 Prozent) erwartet einen schnellen Bezahlvorgang. Das Bezahlen soll immer weniger Zeit kosten, einfach funktionieren und ohne großen Aufwand einen Überblick über die Ausgaben bieten.
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