Getränkemarkt: Hier wird Lokalbier zum Joker ...
Getränkemarkt

Hier wird Lokalbier zum Joker der Getränkeabteilung

Thomas Fedra
Lokal-Profi Alexander Krüger in seinem Rewe-XXL-Getränkemarkt in Bad Kreuznach.
Lokal-Profi Alexander Krüger in seinem Rewe-XXL-Getränkemarkt in Bad Kreuznach.

Lokalbiere sind der Joker bei sinkendem Bierverbrauch. Mit ihnen kann man Kunden binden, Neukäufer gewinnen, Frequenz schaffen. Dazu sind sie spannenstark. Bei manchen Kaufleuten stellen sie sogar das Gros der Produkte.

So bei Edeka Massak in Bamberg, Standort Kirschäcker Staße. 450 Biere von 40 lokalen und regionalen Brauereien. Es gibt nur eine Handvoll "Fernsehbiere". Die Getränkeabteilung wuchtert mit Perlen wie "Kupferstich", ein Rotbier der Wagner Bräu aus Merkendorf, das laut stellvertretendem Abteilungsleiter Benedict Kraus extrem schwer zu bekommen ist anderswo.

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Bei Alexander Krüger, Reweinhaber aus Bad Kreuznach, ist die lokale Dominanz zwar nicht ganz so groß.  Ein Fünftel seines Umsatzes macht der Kaufmann aber mit regionalen Bier-Sorten, insgesamt hat er 1.000 Biere. Zwei Segmente wachsen extrem: Helles und 0,0. Süffige, helle Biere ersetzen mehr und mehr Weizenbiere. Und lokale Brauer haben zumeist Helle in ihrem Repertoire.  

Generell sollten Händler auf Lokalbier setzen, weil es Käufer bindet (Stichwort "patriotisches Einkaufen") oder zum Entdecken einlädt. Allerdings wollen die Produkte besondere Pflege. Das gelingt etwa mit:
  • Sonderplatzierungen. Edeka Massak hat eine Freifläche an den Abteilungskassen geschaffen, wo jeder vorbei muss. Das aktiviert Impulskäufer und solche, die nicht zum Lokal-Regal streben.
  • Dort finden in Absprache mit dem Außendienst der Brauereien 1-wöchige Aktionen statt, mit Flaschenzugaben wie Krügen, Öffnern oder Mützen/Cappies.
  • Im Sommer sollten Kaufleute dort lokale Radler aufbauen.
  • Auch Sammelplatzierungen und Verkostungen von lokalen Bieren, die keinen Außendienst haben, sind dort eine Möglichkeit. Hier würde das Marktpersonal die Verkostungen übernehmen.
  • Regallayout: Edeka Massak setzt auf eine Stadt-Umland-Sortierung: Biere aus der Stadt. Bamberg stehen in einem Regalzug, drum herum reihen sich, je nach räumlicher Entfernung, die Biere des Umlandes.
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