Digitaler Aufschwung: Wie Corona die Digitali...
Digitaler Aufschwung

Wie Corona die Digitalisierung in Supermärkten beschleunigt hat

Wie hat sich der Alltag verändert? Vier Kaufleute reden Klartext.
Wie hat sich der Alltag verändert? Vier Kaufleute reden Klartext.

Online-Bestellung, Video-Meetings, digitale Etiketten, Verwaltung ohne Papier, Social Media, Vernetzung und Weiterbildung der Mitarbeiter: Vier Kaufleute berichten, wie die Pandemie die Digitalisierung in ihrem Arbeitsalltag beschleunigt hat.



Rewe Hoffmann

Wir betreiben einen der ersten Rewe-Abholservices über die Webseite www.rewe.de in Deutschland. Das Thema Online-Bestellung und Abholung hatte wegen der eher geringen Nachfrage in ländlichen Gebieten fast wieder zum Abschalten geführt. Dann kam Corona. Nicht durch den Markt gehen zu müssen, hat bei der Kundschaft die Scheu vor der Onlinebestellung abgebaut. Aus Neugier wird Gewohnheit. Heute ist das Omni-Channeling unverzichtbar geworden. Darauf haben wir uns technisch eingestellt. Onlinevorgänge haben an Bedeutung für die zukünftige Gestaltung des Supermarktes gewonnen.
Bernd-Josef Hoffmann
Rewe-Kaufmann, Höhr-Grenzhausen


LZ-Archiv

Die Corona-Zeit hat unsgeholfen, unser Geschäftsmodell zu digitalisieren. Wir halten heute 14-tägige Onlinebörsen in der Großhandlung mit rund 200 Kaufleuten ab. Die Teilnehmerzahl ist ständig gestiegen. Seminare und Lieferantengespräche führen wir über Microsoft Teams durch. Wir haben alle Schulungen zum neuen Warenwirtschaftssystem ZAM online erhalten und haben unsere drei Märkte mit dieser Unterstützung erfolgreich umgestellt. Dies war die größte Herausforderung während Corona. Unser Bezahlsystem mit Payback und die Bezahlung per Smartphone haben wir ausgebaut.
Peter Schmitz
Rewe-Kaufmann, Soest
 

Frank Wiedemeier

Unser Auftritt hat sich im vorigen Jahr hinsichtlich der Digitalisierung nicht verändert. Im Gegenteil. Schon vor der Pandemie waren unsere Märkte in Sachen Digitalisierung am Puls der Zeit. Intern ist es etwas anderes: Hier haben wir die digitale Vernetzung mit externen Partnern vorangetrieben, uns aber auch intern digital weiterentwickelt. Dennoch möchten wir den menschlichen Faktor nicht missen. Wir werden mit Aufhebung der Beschränkungen wieder zu mehr persönlichem Kontakt übergehen. Handel wird von Menschen gemacht. Darum darf bei uns das Menschliche nicht zu kurz kommen! 
Falk W. Paschmann
Edeka-Kaufmann, Mülheim an der Ruhr
 

Edeka Esslinger

Bei uns hat das digitale Zeitalter längst begonnen. Wir arbeiten intern fast papierlos. Alles, was von außen kommt, wird digitalisiert. Alle Lieferanten und Partner sind angewiesen, für Rechnungen und Korrespondenz an uns den digitalen Weg zu nehmen. Wir sind intern mit allen Standorten vernetzt. Die Mitarbeiter/innen erhalten alle Lohnunterlagen in ihr persönliches digitales Postfach. Aktuell sind alle Preisetiketten an den Regalen für 135.000 Artikel bei uns mit digitalen Etiketten ausgestattet. Insgesamt sparen wir dadurch zwölf Tonnen Papier plus Druckertinte.
Herbert Esslinger
Edeka-Kaufmann, Neuravensburg

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